Genf: Nach der Ebola-Epidemie in Zentralafrika rechnet die WHO mit einer sich weiter verschlimmernden Lage. Das Virus breite sich schneller aus als Gegenmaßnahmen ergriffen werden könnten, sagte der Vorsitzende der Weltgesundheitsorganisation, Tedros, bei einer Online-Konferenz mit der Afrikanischen Union.
Wegen einer Verzögerung bei der Erkennung der ersten Infektionen würden die Helfer nun der Entwicklung hinterherhinken. Tedros zufolge stieg die Zahl der mutmaßlichen Todesfälle inzwischen auf 220, parallel gibt es hunderte Verdachtsfälle. Er kündigte an, morgen in das Krisengebiet zu reisen. Betroffen sind die Demokratische Republik Kongo und das Nachbarland Uganda. Gegen die dort grassierende Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus gibt es keinen zugelassenen Impfstoff und auch keine spezifische Behandlungsmethode. – BR
