Mi. Mai 18th, 2022

München: Der emeritierte Papst Benedikt der 16. hat sich betroffen über das heute veröffentlichte Gutachten zum sexuellen Missbrauch im Erzbistum München und Freising gezeigt. Sein Privatsekretär Gänswein erklärte, Benedikt habe „Schock und Scham“ ausgedrückt.
Laut dem Gutachten hat Benedikt als damaliger Münchner Erzbischof in vier Fällen nichts gegen Priester unternommen, die des Missbrauchs beschuldigt wurden. So wurde etwa in einer Sitzung im Jahr 1980 beschlossen, einen Priester, der Jungen missbraucht hatte, nach Bayern zu versetzen. Benedikt bestreitet die Teilnahme an der Sitzung. Der Kirchenrechtler Thomas Schüller spricht von einer Lüge und kritisiert, dadurch brüskiere er die Opfer ein zweites Mal. Auch dem früheren Erzbischof Wetter und dem amtierenden, Kardinal Marx, werden Fehlverhalten zur Last gelegt. Marx zeigte sich heute erschüttert. Er nannte das Gutachten einen wichtigen Baustein für die Aufarbeitung von Fällen sexuellen Missbrauchs für die Kirche. – BR

Kommentar verfassen