Berlin: Entwicklungsministerin Alabali Radovan dringt angesichts der katastrophalen humanitären Lage im Sudan auf größere internationale Anstrengungen zur Lösung des Konflikts.
Es handele sich um die derzeit größte humanitäre Krise weltweit, sagte die Ministerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Für einen Waffenstillstand sei sofort größere Unterstützung der internationalen Gemeinschaft nötig. Alabali Radovan fügte hinzu, sie habe vor kurzem im Nachbarland Äthiopien bei Gesprächen mit Sudanesen weitere Unterstützung der Bundesregierung zugesagt. Dazu gehörten Schutzräume für Kinder und Frauen, die von dem Konflikt besonders stark betroffen seien. Im Sudan liefern sich seit April 2023 die Armee von Militärherrscher al-Burhan und die RSF-Miliz seines früheren Stellvertreters Daglo einen blutigen Machtkampf. Bei den Kämpfen wurden zehntausende Menschen getötet, rund zwölf Millionen Menschen wurden vertrieben. – BR