Berlin: Fünf Jahre nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan hat Bundesentwicklungsministerin Alabali Radovan eine direkte Zusammenarbeit mit dem Regime auch in Zukunft ausgeschlossen.
Im Interview mit dem ARD-Hauptstadtstudio sagte die SPD-Politikerin, eine normale Entwicklungszusammenarbeit sei unter der Taliban-Herrschaft nicht möglich. Man erreiche die Menschen in Afghanistan über unabhängige Partner wie die Vereinten Nationen oder die Weltbank. Alabali Radovan bezeichnete die Situation besonders von Frauen und Mädchen als „extrem bedrückend“. Dass Mädchen nicht weiter zur Schule gehen dürfen, sei nicht nur eine Katastrophe für sie selbst, es werfe das ganze Land zurück. – Die Bundesregierung erkennt die Taliban-Regierung in Afghanistan nicht an, führt aber Gespräche, um dorthin abschieben zu können. – BR
