Di. Sep 28th, 2021

Über 18 % Zuwachs im Sud-Jahr 2002/03 bedeuten das beste Ergebnis in der Geschichte der Brauerei Kühbach.
brennessel Magazin fahndet nach den Gründen des Erfolgs in den doch so ‘konjunkturschwachen’ Zeiten. Umberto Freiherr von Beck-Peccoz, Inhaber der Brauerei Kühbach, lässt gerne hinter die Kulissen blicken…

Erfolgsvoraussetzungen

“Der enorme Anstieg unseres Absatzes im vergangenen Jahr beruht entscheidend auf drei Faktoren:
Erstens ist unsere Kooperation mit der Schlossbrauerei Pöttmes in idealer Weise geglückt. Die zahlreichen Regionalkunden von Baron Johannes von Gumppenberg wechselten praktisch geschlossen zu uns. Der Umstand, dass diese Kunden meist brauereiungebunden waren, sei in besonderer Weise erwähnt. Ihnen gebührt an dieser Stelle ein aufrichtiger Dank für das entgegengebrachte Vertrauen.

Die Zusamenarbeit mit den Kunden der Schlossbrauerei Pöttmes brachte uns in diesem Jahr einen Zuwachs von ca. 7,5 %.Zweitens konnte sich der anhaltende Aufwärtstrend in unseren Hauptabsatzgebieten im Wittelsbacher Land und im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen in diesem Jahr nochmals verstärken. Entscheidend für den Zuspruch unserer Kunden waren meiner Ansicht nach unsere Verbindung von Tradition und Innovation, unser solides Qualitätsmanagement, unsere Servicekultur und unsere konsequente Politik der Regionalität. Hinzu kam der Riesenerfolg unseres X-Weizen.

Drittens hat der Jahrhundertsommer, der uns von Mai bis August trockenes und heißes Wetter bescherte, unsere ohnehin schon sehr positive Entwicklung noch weiter befördert.” argumentiert Beck-Peccoz.

Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen
“Von der Schlossbrauerei Pöttmes wurden ein Außendienstmitarbeiter, ein Brauer und zwei neue Fahrer übernommen. So konnten trotz der Schließung der Braustätte vier Arbeitsplätze erhalten werden. Darüber hinaus wurden in Kühbach zusätzlich eine kaufmännische Angestellte und ein Mitarbeiter in der Brauerei eingestellt. Dennoch hat das enorme Wachstum insbesondere in den Sommermonaten alle Mitarbeiter der Brauerei stark beansprucht. Aufgrund dessen ist die Schaffung weiterer Arbeitsplätze im kommenden Sudjahr bereits geplant.” führt Beck-Peccoz weiter aus.

Unternehmensphilosophie & Geschichte
Die Brauerei Kühbach soll eine Regionalbrauerei bleiben. Ihre Hauptabsatzgebiete sind das Wittelsbacher und das Schrobenhausener Land. Die Grundlagen des stetig wachsenden Erfolgs sind der ständige Einsatz für eine Spitzenqualität ihrer Produkte und für einen erstklassigen Service. Insbesondere dieser Service, der in erster Linie den belieferten Wirten, Vereinen, Betrieben, Festveranstaltern, Wiederverkäufern und Heimdienstkunden zugute kommt, basiert auf einem hochmotivierten Außendienst, einer straff organisierten Verwaltung und last not least den tüchtigen Bierfahrern.

Bereits im Mittelalter, als Kühbach noch ein Benediktinerinnenkloster war, wurde hier Bier gebraut. Nach der Säkularisation gelangte das Schloßgut in Kühbach in das Eigentum von Herzog Max in Bayern, dem Vater der späteren Kaiserin Sisi. Im Jahre 1862 erwarb die Familie der Freiherrn von Beck-Peccoz den ehemaligen Wittelsbacher Besitz. Die Struktur eines klassischen Gutsbetriebs mit Forst, Landwirtschaft und einer Brauerei blieb bis heute erhalten. Nicht zuletzt Dank dieser Struktur haben die Brauerei Kühbach und der restliche Gutsbetrieb sowohl zwei Weltkriege als auch andere wirtschaftlich schwere Zeiten unbeschadet überstehen können.

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