Do. Dez 8th, 2022

Bayern hat den Verkehr gezählt: Wichtige Grundlage für Planung des Straßennetzes

– Ergebnisse der deutschlandweiten Straßenverkehrszählung 2021 liegen vor
– Erkenntnisse über Verkehrsentwicklung
– Auswirkungen der Covid-19-Pandemie zu beobachten

München – Bayern hat den Verkehr gezählt: 2021 wurden an etwa 9.500 Messstandorten im gesamten Freistaat Daten über die Art und Anzahl der Fahrzeuge auf den Straßen erhoben. Die Ergebnisse liegen nun vor. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter betont: „Dank der hervorragenden Arbeit unserer Verkehrsdatenmanager an den Ämtern in Bayern steht mit den neuen Verkehrszahlen eine gute und belastbare Datenbasis zur Verfügung. Auch wenn der Einfluss von Corona noch spürbar ist, sind diese Informationen enorm wichtig, um weitere Entscheidungen zu Fragen der Mobilität treffen und das Straßennetz effektiv betreiben, verwalten und ausbauen zu können.“

An den Ergebnissen der Straßenverkehrszählung ist zu erkennen, dass das infolge der Pandemie stark verringerte Kfz-Verkehrsaufkommen 2021 wieder deutlich angestiegen war, aber noch nicht in allen Bereichen und an allen Zählstellen die eigentlich zu erwartende Größenordnung aufwies. Es handelt sich dabei nicht um ein bayerisches Phänomen, sondern ist bundesweit zu beobachten. Staatsminister Christian Bernreiter: „Es ist noch unklar, ob diese Veränderungen dauerhaft sein werden oder sich noch an den ‚Normalzustand‘ angleichen. Wir werden das in den kommenden Jahren aufmerksam beobachten.“

Die Straßenverkehrszählung (SVZ) findet nach den Richtlinien des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) in der Regel alle fünf Jahre in ganz Deutschland statt. Die Verkehrsdaten stellen eine wichtige Grundlage für Planungszwecke des Bundes und der Länder dar. Die turnusmäßig 2020 anstehende Zählung konnte wegen des durch Covid-19 beeinflussten Verkehrsgeschehens nicht durchgeführt werden. Anfang 2021 hatten sich die Verkehrsabläufe so weit normalisiert, dass die Erhebungen nachgeholt werden konnten. Eine laufende Aktualisierung der Verkehrszahlen, zuletzt anlässlich der Straßenverkehrszählung 2015 erhoben, ist wegen der raschen Entwicklung im Verkehrssektor unverzichtbar.

Deutschlandweit gibt es rund 40.000 Messstandorte an Autobahnen, Bundes-, Staats- und Kreisstraßen. Davon liegen etwa 9.500 in Bayern. Dazu kommen im Freistaat noch rund 400 Dauerzählstellen, die den Verkehr das ganze Jahr über rund um die Uhr erfassen und über die massive Einbrüche im Verkehrsgeschehen während der Lockdown-Maßnahmen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie beobachtet werden konnten. Für die SVZ 2021 wurde zum größten Teil völlig unbemerkt vom Verkehrsteilnehmer mit sogenannten Seitenradargeräten gezählt, die neben der Anzahl auch die Art der einzelnen Fahrzeuge wie zum Beispiel Autos oder Lastwagen erfassen. Ausgewertet werden die Daten von der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt).

Die Ergebnisse der Straßenverkehrszählung 2021 sowie vorangegangener Jahre in Bayern sind auf der Seite des Bayerischen Straßeninformationssystems BAYSIS abrufbar. Voraussichtlich ab Dezember 2022 wird eine komfortablere Version mit Grafiken und Abfragefunktionen zur Verfügung stehen. – Simon Schmaußer, Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr

BAYSIS – Straßenverkehrszählungen (SVZ) (bayern.de)

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