So. Jul 14th, 2024

Straßburg: Fast 15 Jahre nach dem Krieg im Südkaukasus muss Russland eine Entschädigung an Georgien zahlen.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte setzte eine Summe von 130 Millionen Euro fest. Hintergrund ist ein Urteil des Gerichts aus dem Jahr 2021. Damals hatten die Richter festgestellt, dass Russland nach dem Ende der Kämpfe im August 2008 für „unmenschliche Handlungen“ gegen Bürger in Georgien verantwortlich ist. Plündereien, Brandschatzungen, Misshandlungen und Folter seien zugelassen, Zivilisten gefangen genommen, vertrieben und getötet worden. Georgien hatte in dem wenige Tage dauernden Konflikt die Kontrolle über die abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien verloren. Beobachter bezweifeln, dass Russland die Entschädigung zahlt, da Präsident Putin angekündigt hat, Urteile des Gerichtshofs nicht anzuerkennen. – BR

Kommentar verfassen