Di. Okt 26th, 2021

Neuburg trinkt fair
Neuburg (euco) Auf Initiative der „Aktion 3. Welt Neuburg e. V.“ hin kann nun in Neuburg „Agenda 21 Biokaffee“ unter dem Motto „Neuburg trinkt fair “ gekauft werden und wird zunächst im Weltladen, im Cafe Schlegl und in der Touristik-Information angeboten.

„Die Idee zu dieser Aktion entstand durch unsere Beteiligung am ´Tag der Agenda 2005´, der im Herbst diesen Jahres durchgeführt wird. Wir wollten uns hier unbedingt einbringen“, schildert Edeltraud Steiner, erste Vorsitzende der „Aktion 3. Welt Neuburg e.V.“ begeistert, „und fanden damit gleichzeitig eine Möglichkeit, anderen Menschen zu helfen. Selbstverständlich verkaufen wir den Kaffee ehrenamtlich, es verdient in Neuburg niemand daran.“

Der Verkauf des fair gehandelten Hochlandkaffees, der mit dem Siegel für Fairen Handel ausgezeichnet ist, trägt dazu bei, die Lebensbedingungen der Kleinbauern in Mittel- und Südamerika (Mexiko, Kolumbien, Nicaragua, Bolivien und Peru) zu verbessern. Durch die Maßnahmen des Fairen Handels werden bei langfristigen Lieferverträgen faire Erzeugerpreise erreicht, die weit über dem Weltmarktniveau liegen.

Der Erlös kommt direkt den Bauern zu Gute, die das Geld zum einen in Gemeinschaftsprojekte wie zum Beispiel den Bau von Schulen investieren und zum anderen für ihren Lebensunterhalt nutzen. Der Anbau erfolgt zudem ökologisch und trägt so zu dauerhaftem Umweltschutz bei.

Die Aktion „Neuburg trinkt fair“ verwirklicht beispielhaft die Idee der Agenda 21. So werden nach dem Motto „global denken – lokal handeln“ viele zentrale Themen der lokalen Arbeitskreise vereinigt. Sozialer Ausgleich, Bekämpfung der Armut, Menschenrechte, internationale Zusammenarbeit, Veränderung der Konsumgewohnheiten und Ökologie sind nur einige Schlagworte.

„Das Projekt geht weit über die Arbeitskreis-Arbeit hinaus, vor allem durch die Einbeziehung des Agenda-Gedankens ins tägliche Leben, wie zum Beispiel durch die Tasse Kaffee, die wir jeden Morgen trinken“, gibt Birgit Bayer-Kroneisl vom Sachgebiet Umwelt und Agenda der Stadt Neuburg zu bedenken. „Hier wird die ganz Breite des Agenda-21-Prosesses deutlich und zeigt, dass wir in Neuburg über den Tellerrand hinaus blicken.“

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