Do. Mai 6th, 2021

Am gestrigen Tag kam es im Bereich der Polizeiinspektion Schrobenhausen zu fünf witterungsbedingten Verkehrsunfällen, bei denen insgesamt zwei Personen verletzt wurden.

1. Der erste Unfall ereignete sich um kurz vor acht Uhr. Eine 33-Jährige aus Brunnen kam alleinbeteiligt mit ihrem Pkw Skoda aufgrund den Witterungsverhältnissen nicht angepasster Geschwindigkeit auf der Staatsstraße 2044 im Gemeindebereich Karlskron nach links von der Fahrbahn ab; ihr Pkw überschlug sich und blieb schließlich in einem angrenzenden Acker auf dem Dach liegen. Die Fahrerin kam leicht verletzt ins Krankenhaus Ingolstadt, der Sachschaden wird auf ca. 2.000,- EUR geschätzt.

2. Knapp anderthalb Stunden später wurde die Polizei Schrobenhausen auf die Staatsstraße 2050 im Gemeindebereich Langenmosen gerufen. Hier musste ein 24-Jähriger aus Königsmoos mit seinem Pkw Audi einem entgegenkommenden Lkw ausweichen, kam deshalb ins Schleudern und stieß gegen einen Zaunsockel eines angrenzenden Grundstücks. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden wird auf ca. 5.000,- EUR geschätzt. Der Fahrer des grauen Lkw, der sehr weit mittig fuhr und so den 24-Jährigen zum Ausweichen zwang, um einen Zusammenstoß zu vermeiden, fuhr nach dem Unfall weiter, ohne die Feststellung seiner Personalien zu ermöglichen. Die Polizeiinspektion Schrobenhausen ermittelt nun wegen des Verdachts des Unerlaubten Entfernens vom Unfallort und bittet um sachdienliche Hinweise unter der Tel. 08252/8975-0.

3. Das nächste Mal krachte es dann gegen 15:00 Uhr, diesmal auf der Kreisstraße zwischen Waidhofen und Brunnen. Ein 53-jähriger Waidhofener kam mit seinem Pkw VW aufgrund den Witterungsverhältnissen nicht angepasster Geschwindigkeit nach rechts von der Fahrbahn ab und fuhr einen Leitpfosten um. Verletzt wurde niemand, die Höhe des Sachschadens wird im niedrigen dreistelligen Bereich geschätzt.

4. Wiederum anderthalb Stunden später, nur wenige Kilometer entfernt, kam ein 30-Jähriger aus Altmannstein (Lkr. Eichstätt) mit seinem Pkw Ford Ranger alleinbeteiligt auf der Kreisstraße zwischen Brunnen und Oberarnbach nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen zwei Bäume. Auch hier war die Geschwindigkeit nicht den Witterungsverhältnissen angepasst. Der 30-jährige wurde verletzt und musste mit den Rettungswagen ins Kreiskrankenhaus Schrobenhausen verbracht werden, der Pkw wurde abgeschleppt. Der Sachschaden wird auf ca. 18.000,- EUR geschätzt.

5. Ein vorläufig letztes Mal krachte es dann kurz vor 18 Uhr in der Fischergasse in Schrobenhausen. Ein 21-jähriger Schrobenhausener kam mit seinem Pkw Fiat ins Rutschen und beschädigte einen an die Fahrbahn grenzenden Zaun, der Sachschaden wird auf ca. 2.000,- EUR geschätzt. Hier war unfallursächlich, dass der 21-Jährige an seinem Fahrzeug keine Winterreifen montiert hatte. In Deutschland gilt die sog. situative Winterreifenpflicht, d.h. bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte darf nur gefahren werden, wenn alle Räder des Kraftfahrzeuges mit Winterreifen ausgestattet sind.

Die Polizeiinspektion Schrobenhausen weist aus gegebenen Anlass nochmals eindringlich darauf hin, dass das Fahrverhalten und insbesondere die Geschwindigkeit stets an die jeweiligen Straßen-, Sicht- und Witterungsverhältnisse anzupassen sind. Bei einem Wintereinbruch zählen unangepasste Geschwindigkeit und zu geringer Sicherheitsabstand zu den häufigsten Unfallursachen. Gerade um diese Jahreszeit muss man immer mit glatten Straßen rechnen und seine Fahrweise entsprechend anpassen. Wer bei schlechten Sicht- oder Wetterverhältnissen seine Geschwindigkeit nicht anpasst oder bei den genannten winterlichen Situationen ohne Winterreifen fährt und es deshalb zum Unfall kommt, muss jeweils mit einem dreistelligen Bußgeld sowie einem Punkt rechnen.

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