Lissabon: Vier Tage nach dem schweren Standseilbahn-Unglück in der portugiesischen Hauptstadt hat eine staatliche Untersuchungskommission einen ersten Bericht zur Ursache vorgelegt.
Demnach ist das Unglück wohl auf ein Verbindungskabel zurückzuführen. Das Kabel, mit dem beide Kabinen der Standseilbahn verbunden waren, löste sich dem Bericht zufolge etwa sechs Meter nach Beginn der Fahrt der Bahn aus der Halterung. Die Kabine an der Bergstation habe dadurch ihr Gegengewicht verloren und sei den Hang hinabgerast. Der Fahrer habe noch 50 Sekunden lang versucht, zu bremsen. Die Bremsen der Standseilbahn seien aber nicht darauf ausgerichtet, eine Kabine ohne das Gegengewicht der jeweils anderen blockieren zu können, heißt es in dem vorläufigen Bericht. Bei dem schweren Unfall waren 16 Menschen ums Leben gekommen, 20 weitere wurden verletzt. – BR
