Neuss: Nach internationaler Kritik hat ein Auktionshaus eine Versteigerung von Briefen, Notizen und Gegenständen aus der Zeit des Holocaust abgesagt.
Eigentlich sollten in Neuss in Nordrhein-Westfalen morgen mehr als 600 Objekte versteigert werden, darunter Briefe von Häftlingen aus Konzentrationslagern, antijüdische Propaganda-Plakate und ein Judenstern aus dem KZ Buchenwald. Polens Außenminister Sikorski zeigte sich erleichtert über die Absage. Er forderte, Dokumente aus Auschwitz sollten an die dortige Gedenkstätte übergeben werden. Der Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees, Heubner, hatte die geplante Auktion zuvor als zynisches und schamloses Unterfangen bezeichnet, das Verfolgte der Nazis und Überlebende des Holocausts empört und fassungslos zurücklasse. – BR