München – Das Landgericht München hat einen Geschäftsmann aus Gauting wegen Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit Maskengeschäften zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann den Staat um mehr als zehn Millionen Euro geprellt hat. In der Pandemie hatte er fünf Millionen Masken an das Bundesgesundheitsministerterium geliefert. Er zahlte aber weder die Steuern auf Firmengewinne noch auf seine persönlichen Einnahmen aus den Maskengeschäften. Zudem behauptete der Mann, er sei immun gegen Strafverfolgung, weil er Diplomat eines Kleinstaats in Afrika sei, allerdings war er nicht als Diplomat in Deutschland akkreditiert. Bei seiner Festnahme entdeckten Ermittler außerdem eine illegale Waffe und gefälschte Ausweise. Sein Geltungsbedürfnis und ein luxuriöser Lebensstil hätten den Angeklagten auf den falschen Weg geführt, heißt es im Urteil. – BR
