Fr.. Dez. 5th, 2025

Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin zum Weltdiabetestag am 14. November

München – Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach hat anlässlich des Weltdiabetestags am 14. November für die Angebote der Früherkennung und einen gesundheitsförderlichen Lebensstil geworben. Gerlach betonte am Freitag: „Diabetes mellitus betrifft Menschen in allen Lebensphasen. Entscheidend ist, die Krankheit früh zu erkennen, bevor sie schwere Schäden an Gefäßen, Nerven oder Organen verursacht. Wer sich regelmäßig untersuchen lässt, kann viel für seine Gesundheit tun.“

Gerlach verwies darauf, dass in Bayern rund 1,1 Millionen Menschen an Diabetes mellitus erkrankt sind. Vor allem der Typ-2-Diabetes, der als eine von mehreren Diabetes-Formen am häufigsten auftritt, bleibt in vielen Fällen über lange Jahre unentdeckt. Auffällig wird er oft erst im Rahmen von Routine-Blutuntersuchungen. Bewegungsmangel, Übergewicht und unausgewogene Ernährung gelten als die wichtigsten Risikofaktoren.

Prof. Dr. med. Caroline Herr, Amtsleitung Gesundheit am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), erklärte: „Wir gehen davon aus, dass rund 200.000 Erwachsene in Bayern nichts von ihrer Erkrankung wissen. Die häufigste Diabetesform ist Typ-2-Diabetes. Dieser ist wesentlich vom Lebensstil abhängig und betrifft nicht nur Menschen höheren Alters.“

Gerlach ergänzte: „Ein gesunder Lebensstil mit regelmäßiger Bewegung, ausgewogener Ernährung, ausreichend Schlaf und Stressvermeidung ist eine effektive, unverzichtbare Vorsorge – nicht nur gegen Typ-2-Diabetes, sondern auch gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebsarten. Prävention beginnt im Alltag.“

Während bei den Erwachsenen Typ-2-Diabetes dominiert, spielt dieser im Alter bis 18 Jahre nur eine geringe Rolle. Prof. Herr erläuterte: „Im Erwachsenenalter macht der Typ-2-Diabetes einen Anteil von 90 Prozent aus. Bei Kindern und Jugendlichen hingegen ist der Typ-1-Diabetes eine der häufigsten chronischen Erkrankungen.“ Im Gegensatz zum Typ 2-Diabetes handelt es sich beim Typ-1-Diabetes um eine Autoimmunerkrankung, die nicht durch einen gesundheitsförderlichen Lebensstil vermieden werden kann und deren Ursachen noch nicht abschließend geklärt sind.

Im Rahmen der Initiative ‚Gesund.Leben.Bayern‘ hat das bayerische Gesundheitsministerium die ‚Fr1da-Studie‘ als Pilotprojekt zur Früherkennung von Typ-1-Diabetes unterstützt. Dadurch können in Bayern lebende Eltern ihre Kinder im Alter zwischen zwei und zehn Jahren beim Kinderarzt kostenlos auf ein Frühstadium des Typ-1-Diabetes untersuchen lassen. Sollte ein Frühstadium vorliegen, kann das Kind frühzeitig begleitet und behandelt werden.

Neben den beiden genannten Typen existieren noch weitere Diabetes-Formen wie zum Beispiel der Schwangerschaftsdiabetes.

Gerlach unterstrich: „Wir haben in den vergangenen zehn Jahren einen Anstieg des Schwangerschaftsdiabetes beobachtet, zuletzt waren die Zahlen jedoch leicht rückläufig. Im Jahr 2022 waren rund sieben Prozent aller Schwangeren in Bayern betroffen. Die Erkrankung kann, wenn sie unerkannt bleibt, Risiken für Mutter und Kind bergen. Deshalb ist es wichtig, die Untersuchungsangebote zur Vorsorge in der Schwangerschaft konsequent wahrzunehmen.“

Mit dem Masterplan Prävention, den die Ministerin Anfang Oktober vorgestellt hat, stärkt Bayern die Gesundheitsförderung, Vorsorge und Früherkennung in allen Lebensbereichen. Ein Baustein ist die zielgruppenspezifische Erweiterung von Früherkennungsangeboten.

Die Ministerin erläuterte: „Prävention ist keine Einzelaufgabe, sondern eine gemeinsame Verantwortung. Mit einem gesunden Lebensstil kann jede und jeder Verantwortung für seine Gesundheit übernehmen. Das unterstützen wir, wo wir können. Zugleich gilt es, die Vorsorgeangebote zu nutzen. Beispielsweise ist der ärztliche Gesundheits-Check ist zwischen 18 und 34 Jahren einmalig und ab 35 Jahren dann alle drei Jahre möglich. Er umfasst auch eine Früherkennung auf Diabetes mellitus.“

Zudem bietet auch die Deutsche Diabetes-Stiftung, langjähriger Partner im Bündnis für Prävention in Bayern, den digitalen Gesundheits-Check FINDRISK an. Mit diesem lässt sich online das persönliche Risiko für Typ-2-Diabetes einschätzen. – Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention

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