Berlin: Die von CDU-Generalsekretär Linnemann angefachte Steuerdebatte stößt bei Grünen und Linkspartei auf Kritik. Grünen-Fraktionschefin Dröge sagte, es sei völlig ohne Kompass, wenn Linnemann Steuersenkungen ausschließlich für Menschen mit den höchsten Einkommen vorschlägt.
Sie forderte stattdessen eine faire Steuerpolitik, die auch angemessene Beiträge von den Reichsten im Land vorsieht. Die Linken-Finanzexpertin Achelwilm nannte Linnemanns Vorstoß eine Frechheit. Der Koalitionspartner SPD äußerte sich nur indirekt. Fraktionsvize Esdar sagte, die Sozialdemokraten wollten die Lasten gerecht verteilen, sehr reiche Menschen sollten mehr zum Geimwohl beitragen. Linnemann hatte vorgeschlagen, dass der Spitzensteuersatz erst ab einem zu versteuernden Einkommen von 80.000 Euro gelten soll. Aktuell greift er bereits ab 68.000 Euro. – BR
