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Baden-Baden, 05.07.2023 – Zu Beginn rief die Kooperation zwischen Udo Lindenberg und Apache 207 noch Verwunderung hervor. Doch dann avancierte ihr gemeinsamer Song zum Mega-Erfolg mit Dreifach-Gold-Status, 15 Nummer-eins-Wochen und über 175 Millionen Streaming-Abrufen.

Klare Sache, dass der „Komet“ nun auch die Spitze der Offiziellen Deutschen Halbjahres-Charts, ermittelt von GfK Entertainment, erobert. Engste Verfolgerin ist US-Sängerin Miley Cyrus, die ihre „Flowers“ an zweiter Stelle mitgebracht hat.

Insgesamt besetzen deutsche bzw. deutschsprachige Acts über die Hälfte der Top 100. Zu ihnen zählen u. a. die Duos Ayliva feat. Mero („Sie weiß“, drei) und Peter Fox feat. Inéz („Zukunft Pink“, sechs) sowie Überfliegerin Nina Chuba („Wildberry Lillet“ auf fünf, „Mangos mit Chili“ auf 14). Stärkste vertretene Genres sind HipHop, Pop und Electronic/Dance mit jeweils 40, 29 bzw. 17 platzierten Titeln. Aus dem Schlager-Segment überzeugen DJ Robin & Schürze („Layla“, 33), Ikke Hüftgold, Schürze & DJ Robin („Bumsbar“, 60) und Julian Sommer & Mia Julia („Peter Pan“, 61).

Deutsche Musik bei den Alben sogar noch beliebter
Bei den Alben kommen Depeche Mode („Memento Mori“) im Halbjahresranking am besten an. Die Synthie-Pop-Legenden setzen sich gegen die Metal-Superstars von Metallica („72 Seasons“, zwei) und Pop-Ikone Herbert Grönemeyer („Das ist los“, drei) durch. Nina Chuba („Glas“, vier), P!nk („Trustfall“, sieben) und Taylor Swift („Midnights“, elf) sorgen für Frauenpower.

Der Anteil an deutschen Künstlerinnen und Künstlern bzw. solchen, die auf Deutsch singen, fällt mit fast zwei Dritteln sogar noch höher als bei den Singles aus. Schlager von Roland Kaiser („Perspektiven“, 15) ist dabei ebenso vertreten wie Dance von Deichkind („Neues vom Dauerzustand“, 24), Metal von den „Eurovision“-Teilnehmern Lord of the Lost („Blood & Glitter“, 30) oder Country von Truck Stop („50 Jahre“, 64).

Die Offiziellen Deutschen Halbjahrescharts wurden für den Zeitraum der Wochen 01-26 erstellt. Basis sind die Verkaufs- bzw. Nutzungsdaten von 2.800 Händlern sämtlicher Absatzwege. Dazu zählen der stationäre Handel, E-Commerce-Anbieter, Download-Portale und Streaming-Plattformen. – Hans Schmucker, GfK Entertainment

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