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Tag der Verkehrssicherheit am 17. Juni 2023: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann appelliert, sich immer an die Verkehrsregeln zu halten – Sicheres Radlfahren ein besonderer Schwerpunkt

München – Zum bundesweiten ‚Tag der Verkehrssicherheit‘ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates am 17. Juni 2023 appelliert Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, sich im Straßenverkehr immer an die Regeln zu halten. „Gerade zu schnelles Fahren ist höchstgefährlich, für den Fahrer und auch für die anderen“, warnte Herrmann. Zu hohe und nicht angepasste Geschwindigkeit war nach Herrmanns Worten 2022 die Ursache für mehr als ein Viertel aller tödlichen Verkehrsunfälle in Bayern. „Neben konsequenten Geschwindigkeitskontrollen legen wir ein besonderes Augenmerk auf noch mehr Sicherheit beim Radlfahren“, machte Herrmann mit Blick auf die Schwerpunkte der Verkehrssicherheitsarbeit deutlich, die sich auch im Bayerischen Verkehrssicherheitsprogramm 2023 ‚Bayern mobil – sicher ans Ziel‘ wiederfinden, abrufbar unter www.sichermobil.bayern.de.

Der Innenminister bezeichnete die Entwicklung der Radlunfallzahlen als nicht hinnehmbar. Der Radl-Boom gehe leider auch mit mehr Verkehrsunfällen einher. „Insbesondere die hohe Zahl der bei Verkehrsunfällen getöteten Radlfahrer ist besorgniserregend“, sagte Herrmann. So sei die Zahl der Radunfälle in Bayern in den vergangenen Jahren erheblich angestiegen, 2022 verglichen mit 2015 um ein Viertel (2015: 15.405, 2022: 19.646). Dabei wurden 18.296 Radfahrer verletzt (2021: 16.039, 2019: 16.210) und 84 Radfahrer getötet (2021:63; 2019: 77). „Das ist die höchste Zahl seit 2009 mit 97 getöteten Radlern“, erklärte Herrmann.

Der Innenminister bekräftigte, dass die Bayerische Staatregierung den Radverkehr in Bayern erheblich ausbauen und stärken wird: „Wir werden den Radverkehr deutlich attraktiver und vor allem auch sicherer machen.“ Für mehr Sicherheit beim Radlfahren werde auch der Gesetzentwurf der Regierungsfraktionen für ein Bayerisches Radgesetz sorgen, der bereits in den Landtag eingebracht worden ist. „Beispielsweise sieht der Gesetzentwurf den Bau von 1.500 Kilometern Radwegen in Bayern bis 2030 vor“, erläuterte Herrmann. „Zudem wird die Radverkehrssicherheit bei der Planung und dem Bau von Straßen verstärkt in den Mittelpunkt gerückt.“ Herrmann rechnet damit, dass der Landtag voraussichtlich bereits in wenigen Wochen das neue Radgesetz beschließen wird. – Oliver Platzer, Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration

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