Mi. Mai 22nd, 2024

21. Motorradsternfahrt nach Kulmbach – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann setzt sich für mehr Sicherheit beim Motorradfahren ein: Mehr Rücksichtnahme im Straßenverkehr nötig – Deutlich mehr Motorradunfälle zum Saisonbeginn

München – Zum 21. Mal hat heute unter dem Motto „Ankommen statt Umkommen“ die traditionelle Motorradsternfahrt ins oberfränkische Kulmbach stattgefunden, das größte Bikertreffen Süddeutschlands mit vielen Tausend Teilnehmern. „Wir setzen uns mit unserem Verkehrssicherheitsprogramm 2030 ,Bayern mobil – sicher ans Ziel‘ dafür ein, das Motorradfahren so sicher wie nur möglich zu machen“, erklärte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, der als Schirmherr auch heuer wieder selbst mit dem Motorrad angereist ist. Dabei nahm Herrmann Motorradfahrer und Autofahrer gleichsam in die Verantwortung: „Alle müssen sich immer an die Verkehrsregeln halten.“ Auch mit mehr gegenseitiger Rücksichtnahme ließen sich viele Verkehrsunfälle verhindern. Zudem rief der Innenminister alle Bikerinnen und Biker auf, sich gezielt auf den Saisonstart vorzubereiten: „Zum Auffrischen des eigenen Fahrkönnens sind insbesondere Fahrsicherheitstrainings gewinnbringend.“ Auch sollte das Motorrad regelmäßig technisch geprüft werden. Ebenfalls wichtig sei die richtige Schutzkleidung, um die Unfallfolgen erheblich zu verringern und für eine gute Erkennbarkeit zu sorgen.

Nach Herrmanns Worten passieren immer noch viel zu viele und zu schwere Verkehrsunfälle. In diesem Jahr ereigneten sich auf Bayerns Straßen bis Anfang März 333 Verkehrsunfälle mit Motorradfahrern (Vorjahreszeitraum: 250), bei denen 273 Bikerinnen und Biker verletzt (Vorjahreszeitraum: 213) und zwei getötet wurden (Vorjahreszeitraum: 0). „Aufgrund der vergleichsweise milden Witterung waren bereits viele Motorradfahrer unterwegs“, so Herrmann. „Wir werden die weitere Entwicklung der Unfallzahlen genau im Blick behalten.“

Der Innenminister appellierte an Autofahrer, besonders auf Motorradfahrer zu achten, vor allem beim Überholen und Abbiegen. Er wies aber auch darauf hin, dass rund drei Viertel der tödlichen Verkehrsunfälle Motorradfahrer selbst verursacht haben, beispielsweise aufgrund von Überholfehlern oder gefährlichen Fahrmanövern. Daher hält Herrmann konsequente Polizeikontrollen für notwendig, besonders an unfallgefährdeten Strecken. Dafür gebe es bei allen bayerischen Polizeipräsidien speziell geschulte und ausgerüstete Motorradkontrollgruppen. „Darüber hinaus analysieren Experten der örtlichen Unfallkommissionen, die sich aus Mitgliedern des Straßenbauamtes, der Straßenverkehrsbehörde und der Polizei zusammensetzen, fortlaufend Unfallschwerpunkte“, ergänzte der Innenminister. Unfallschwerpunkte können beispielsweise durch das Nachrüsten von Schutzplanken mit einem Unterfahrschutz oder auch durch die Anordnung von Geschwindigkeitsbeschränkungen, Überholverboten oder temporären Streckenverboten entschärft werden. – Oliver Platzer, Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration

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