Do. Jan 20th, 2022

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann stellt Statistisches Jahrbuch für Bayern 2021 vor: Wirtschaft und Arbeitsmarkt auf Erholungskurs – Bayern wächst weiter und bleibt attraktiver Lebensmittelpunkt – Höchste Geburtenzahl seit 1997 – Klimafreundliche Mobilität steigt

München – Eine Reihe positiver Nachrichten hatte heute Bayerns Innenminister Joachim Herrmann im Rahmen der Vorstellung des Statistischen Jahrbuchs für Bayern 2021: „Die 2020 von der Pandemie stark gebeutelte Wirtschaft und der Arbeitsmarkt sind in Bayern ganz klar auf Erholungskurs.“ Das zeigen laut Herrmann wichtige Kenngrößen wie unter anderem die bayerische Arbeitslosenquote im Oktober 2021, die mit 2,9 Prozent im bundesweiten Vergleich mit Abstand am Niedrigsten war und weit unter dem Bundesdurchschnitt von 5,2 Prozent lag. „Auch der Einzelhandel konnte in den ersten Quartalen 2021 ein Umsatzplus von sechs Prozent verbuchen.“ Außerdem stieg nach Herrmanns Worten im ersten Halbjahr 2021 das Bruttoinlandsprodukt in Bayern preisbereinigt um 3,7 Prozent. Das verarbeitende Gewerbe hatte ein Umsatzplus von 11,4 Prozent auf 264,5 Milliarden Euro und die Auslandsumsätze nahmen um 14,3 Prozent auf 149,5 Milliarden Euro zu.

Wie der Innenminister erläuterte, zeigt sich Bayerns Attraktivität auch beim Bevölkerungswachstum. In den ersten neun Monaten dieses Jahres nahm die Einwohnerzahl Bayerns um 36.461 Personen zu. Zum 30. September 2021 lebten somit rund 13,18 Millionen Menschen (13.176.646) in Bayern. „Das Bevölkerungswachstum in den ersten drei Quartalen 2021 lag deutlich über dem gesamten Vorjahreswert 2020 von 15.500“, erklärte Herrmann. „Und das, obwohl 2020 in Bayern 128.764 Kinder und damit nochmals 527 Kinder mehr als 2019 geboren wurden und es sich damit um den bislang stärksten Geburtenjahrgang im Freistaat seit 1997 handelt.“

In den ersten neun Monaten 2021 verzeichnete Bayern einen Wanderungsgewinn insbesondere aus dem Ausland von rund 47.000 Personen (Vergleichszeitraum 2020: 27.000). Bei der natürlichen Bevölkerungsentwicklung sei hingegen in diesem Zeitraum ein Defizit von rund 4.600 (100.600 Geburten, 105.200 Todesfälle) festzustellen. „Dieses wird allerdings durch die Wanderungsüberschüsse kompensiert, sodass die bayerische Bevölkerung trotz der Pandemie insgesamt wächst“, fasste der Minister zusammen.

Zum ebenfalls von der Pandemie stark betroffenen bayerischen Tourismus stellte Herrmann fest: „Auch wenn die Ankunfts- und Übernachtungszahlen noch spürbar unter den Werten des Vorjahreszeitraumes liegen, lassen sich auch hier erste Lichtblicke erkennen.“ Im touristischen Sommerhalbjahr von Mai bis Oktober konnten die zuletzt rund 11.500 geöffneten Beherbergungsbetriebe 20,9 Prozent mehr Gästeankünfte und 18,9 Prozent mehr Übernachtungen als noch 2020 verzeichnen. „Erfreulich ist, dass wieder immer mehr ausländische Gäste nach Bayern kommen – hier verzeichnen wir ein Plus von 46,7 Prozent. Dies zeigt deutlich: Bayern ist und bleibt ein sehr beliebtes Reiseziel.“

Mit Blick auf den Wohnungsbau teilte der Minister mit: „Der Wohnungsbestand hat sich 2020 weiter erhöht. Mit fast 6,55 Millionen Wohnen haben wir einen neuen Höchststand erreicht. Auch die Wohnfläche, die jeder Einwohnerin und jedem Einwohner Bayerns zur Verfügung steht, hat sich deutlich erhöht: Waren es vor knapp 35 Jahren noch 37,5 Quadratmeter, sind es Ende 2020 knapp 48,8 Quadratmeter Wohnfläche gewesen.“

Ebenfalls ist laut Herrmann eine Zunahme bei den Kraftahrzeugen auf Bayerns Straßen zu verzeichnen. Hier mache sich das Flächenland Bayern mit traditionell vielen Pendlerinnen und Pendlern bemerkbar: Anfang des Jahres waren rund 10,5 Millionen Kraftfahrzeuge zugelassen, was einem Plus von 1,3 Prozent entspricht. „Umso wichtiger ist, dass in Bayern die klimafreundliche Mobilität steigt: Der Anteil von Hybrid- und Elektrofahrzeugen an PKW ist innerhalb der letzten 5 Jahre von 0,5 auf drei Prozent gewachsen“, erklärte der Minister. „Noch eindrucksvoller haben sich die Neuzulassungen von Januar bis September 2021 entwickelt: Von insgesamt 419.388 PKW war mit 41,7 Prozent ein sehr beachtlicher Anteil alternativen Antriebstechnologien – vom Hybridfahrzeug über den vollelektrisch betriebenen PKW bis hin zum Fahrzeug mit Gas als Energiequelle – ausgestattet (174.871). Damit ist der Bayerntrend klar: Wir brauchen weiter Automobilität, aber klimafreundlich!“ – Oliver Platzer, Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration

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