Fr. Jun 21st, 2024

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zur bundesweiten Kriminalstatistik 2022: Kriminalitätsbelastung in Bayern deutlich unter dem Bundesdurchschnitt, Aufklärungsquote deutlich darüber – Bundesweit mehr Kriminalität als im Vor-Corona-Jahr 2019

München – Innenminister Joachim Herrmann ist hocherfreut über das Abschneiden Bayerns bei der heute veröffentlichten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) des Bundes. Im vergangenen Jahr lag die Kriminalitätsbelastung in Bayern mit 4.260 Straftaten pro 100.000 Einwohner (wie auch bei den nachfolgenden Zahlen ohne rein aufenthaltsrechtliche Verstöße wie illegaler Aufenthalt) mehr als ein Drittel unter dem bundesweiten Durchschnitt mit 6.491. Zudem konnte die Bayerische Polizei mit einer Aufklärungsquote von 64,4 Prozent erheblich mehr Straftaten als im bundesweiten Durchschnitt (55,6 Prozent) aufklären. „Bayern schneidet in der Kriminalstatistik im bundesweiten Vergleich hervorragend ab“, lautete das Fazit des Innenministers. „Das Risiko, in Bayern Opfer einer Straftat zu werden, ist erheblich geringer. Gleichzeitig ist die Bayerische Polizei bei der Ermittlung der Täter hocherfolgreich.“

Als bedenklich bezeichnete Herrmann die bundesweite Kriminalitätsentwicklung im Vergleich zum letzten Vor-Corona-Jahr 2019. Nach dem Wegfall der Einschränkungen der Corona-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 kamen die Corona-Effekte 2022 nicht mehr zum Tragen. Während die Kriminalitätsbelastung 2022 in Bayern im Vergleich zu 2019 mit 4.343 um 1,9 Prozent auf 4.260 Straftaten pro 100.000 Einwohner zurückgegangen ist, gab es bundesweit von 2019 mit 6.349 auf 2022 mit 6.491 einen Anstieg um 2,2 Prozent. „Der Bund und die betreffenden Bundesländer müssen die Kriminalitätsentwicklung genau analysieren“, forderte Herrmann. „Nachdem bundesweit die Kriminalität in den vergangenen Jahren rückläufig war, muss eine Trendumkehr unbedingt verhindert werden.“

Dass Bürgerinnen und Bürger in Bayern sicherer leben können, als anderswo, führt Herrmann insbesondere auf die ausgezeichnete Arbeit der Bayerischen Polizei zurück. „Wir haben unsere Polizei in den vergangenen Jahren massiv mit mehr Personal und hochmoderner Ausstattung verstärkt“, erklärte der Innenminister. Aufgrund von 8.000 zusätzlichen Stellen von 2008 bis 2023 erreiche die Bayerische Polizei dieses Jahr mit mehr als 45.000 Stellen für alle Beschäftigten eine neue Höchstmarke. Ebenfalls auf Rekordniveau ist laut Herrmann der Sach- und Bauhaushalt der Bayerischen Polizei mit rund 609 Millionen Euro in 2023. „Wir werden die Bayerische Polizei weiter verstärken und damit unseren Vorsprung bei der Inneren Sicherheit ausbauen“, kündigte Herrmann an. – Oliver Platzer, Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration

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