So. Apr 21st, 2024

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister überreicht Förderplakette und lobt regionale Zusammenarbeit beim Thema Gesundheit

München – Der Landkreis Eichstätt ist jetzt Gesundheitsregion plus. Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek betonte anlässlich der Übergabe der entsprechenden Förderplakette am Freitag in Eichstätt: „Unser Förderprogramm ‚Gesundheitsregionen plus‘ ist eine Erfolgsgeschichte, bei der regionale Netzwerke passgenaue Lösungen für die konkrete Situation vor Ort entwickeln. Nun ist auch der Landkreis Eichstätt neues Mitglied in der stetig gewachsenen Familie der Gesundheitsregionen plus. Wir fördern die Einrichtung und den Betrieb der Geschäftsstelle mit bis zu 250.000 Euro für fünf Jahre.“

Der Minister ergänzte: „Die Gesundheitsregionen plus nehmen eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung und Umsetzung von innovativen Ideen ein. Diese Netzwerke sind ein Gewinn für die Menschen, weil sie dazu beitragen, die medizinische und pflegerische Versorgung vor Ort zu verbessern – und das nicht nur im Ballungsraum, sondern auch in den ländlichen Regionen. Zudem ist es wichtig, Gesundheitsförderung und Prävention noch stärker in den Alltag der Menschen zu integrieren.“

Landrat Alexander Anetsberger sagte: „Ich bin stolz, dass nun auch der Landkreis Eichstätt Gesundheitsregion plus ist. Das Projekt ist hier auf großes Interesse gestoßen, da der Gesundheitssektor auch bei uns vor großen Herausforderungen, wie dem Mangel an Pflegepersonal, steht. Bei der Auftaktveranstaltung waren bereits über 20 Vertreter verschiedenster Organisationen dabei, die nun in Arbeitskreisen die konkreten Bedarfe ermitteln und passgenaue Lösungen für unseren Landkreis erarbeiten werden.“

Holetschek erklärte: „Das große Interesse an den Gesundheitsregionen plus zeigt, dass sich die Kommunen bei den Themen Gesundheit und Pflege mit viel Eigeninitiative und Engagement einbringen wollen. Wir brauchen sie, um das Ziel einer optimalen medizinischen und pflegerischen Versorgung in ganz Bayern zu erreichen.“

Der Minister unterstrich: „Genau hier setzen die Gesundheitsregionen plus an: Die maßgeblichen Akteure der Gesundheitsversorgung vor Ort vernetzen sich miteinander und bauen die regionalen Stärken aus. Sie entwickeln bei regionalen Versorgungsproblemen maßgeschneiderte Lösungen. Darüber hinaus arbeiten sie beispielsweise zusammen, um Präventionsangebote zu verbessern oder um den Bereich Pflege zu stärken. Zudem bieten die Gesundheitsregionenplus den Bürgerinnen und Bürgern auch Informationen und Angebote zu ganz aktuellen Themen an – wie zum Beispiel zu unserem diesjährigen Präventionsschwerpunkt ‚Licht an. Damit Einsamkeit nicht krank macht‘.“

Inhaltlich unterstützt werden die Gesundheitsregionen plus von der eigens dafür eingerichteten Leitstelle am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Ein vom jeweiligen Landrat oder Oberbürgermeister geleitetes Gesundheitsforum gibt die Planung und Steuerung der Gesundheitsregionplus vor. Die Organisation und Koordination innerhalb der Gesundheitsregionen plus übernimmt dann eine dafür eingerichtete Geschäftsstelle. Daneben sollen sich Arbeitsgruppen vertieft mit den vor Ort drängenden Fragen zu Gesundheitsförderung, Prävention, Gesundheitsversorgung und Pflege befassen.

Eichstätt ist bereits die 14. Gesundheitsregion plus in Oberbayern. Aktuell werden insgesamt 62 Gesundheitsregionen plus vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gefördert. Sie decken 79 der 96 Landkreise und kreisfreien Städte ab. Der Minister betonte: „Das Gesundheitswesen steht vor vielen Herausforderungen wie einer älter werdenden Gesellschaft oder dem Strukturwandel. Deshalb freue ich mich, dass sich mittlerweile sehr viele Regionen in Bayern für die Gesundheitsversorgung und Prävention der Bevölkerung vor Ort einsetzen.“

Das Förderprogramm Gesundheitsregionen plus wurde im Jahr 2015 aufgelegt mit dem Ziel, fachlich kompetente Gesundheitsnetzwerke auf kommunaler Ebene aufzubauen und zu betreiben. Aufgrund des großen Erfolgs wurde das Förderprogramm bereits einmal für eine zweite Förderphase verlängert. Die Förderrichtlinie ist mit Ende des Jahres 2022 ausgelaufen. Holetschek unterstrich: „Als Freistaat Bayern wollen wir diese Netzwerke auch künftig finanziell unterstützen. Mein Ziel ist, dass die Gesundheitsregionen plus nicht mehr aus dem bayerischen Gesundheitswesen wegzudenken sind und aus den Modellen die Regel wird.“ – Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Eine Liste mit allen Gesundheitsregionen plus und weitere Informationen finden Sie unter: https://www.gesundheitsregionenplus.bayern.de/.

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