Mo. Apr 15th, 2024

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister anlässlich der Buchpräsentation „Zukunft der Pflege im Krankenhaus gestalten“ in Berlin

München – Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek will die Pflege auch im Krankenhausbereich stärken. Der Minister betonte am Mittwoch anlässlich einer Buchpräsentation beim Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit in Berlin: „Die Pflege ist ohne jeden Zweifel eine der größten gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Das gilt sowohl für die Langzeitpflege als auch für die Pflege im Krankenhaus. Die Frage, wie wir die Pflege von kranken Menschen qualitativ hochwertig und wirtschaftlich schulterbar gestalten können, ist für die Patienten und die Pflegebedürftigen, die Pflegenden, die Angehörigen und für das gesamte Leistungssystem hochaktuell.“

Vorgestellt wurde das Buch „Zukunft der Pflege im Krankenhaus gestalten“. Es wurde herausgegeben von Prof. Vera Antonia Büchner, TH Nürnberg, Roland Engehausen, Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft e. V., Marie Peters, Audi BKK und Maria Schwaiberger, Bayerische Krankenhausgesellschaft e. V. Holetschek erläuterte: „In 45 Beiträgen nähern sich die Autorinnen und Autoren der Frage nach der Zukunft der Pflege im Krankenhaus aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit umfangreicher Expertise und großer Kenntnis aus der Praxis. Ich danke den Herausgebern und Autoren für dieses wertvolle Buch, das so ziemlich alle Themenfelder der Pflege beleuchtet.“

Der Minister unterstrich: „Seit Jahren ist die Personalsituation in den Krankenhäusern angespannt. Wir brauchen dringend mehr Pflegekräfte. Nur durch angemessene Bezahlung und attraktive Arbeitsbedingungen können wir die Abwanderung der Beschäftigten aus dem Pflegeberuf stoppen – und gleichzeitig mehr Menschen zum Einstieg in die Pflege motivieren.“

Holetschek betonte: „Um die Zukunft der Pflege im Krankenhaus bestmöglich zu gestalten, müssen wir alle an einem Strang ziehen – mit den Menschen, für die Menschen! Neben der Politik müssen sich vor allem auch Führungskräfte, Krankenhausträger und Kommunen dafür einsetzen, dass Menschen in die Pflege gehen bzw. in der Pflege bleiben.“

Der Minister forderte: „Wir brauchen Steuerfreiheit von Zulagen und Zuschlägen, bezahlbaren Wohnraum, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und eine spürbare Entlastung von pflegefremden und bürokratischen Tätigkeiten. In Bayern prüfen wir mit unserem Projekt zum Bürokratieabbau beispielsweise bereits, welche bürokratischen Anforderungen im Rahmen des geltenden Rechts abgebaut werden können. Wir brauchen die Hand am Bett, nicht am Kugelschreiber. Aufwand und Nutzen vieler bestehender Vorschriften, aber auch die Belastung und die Wertschätzung gegenüber den Menschen, die die Patientenversorgung rund um die Uhr sicherstellen, stehen in keinem Verhältnis mehr zueinander. Wir müssen den Menschen ermöglichen, das zu tun, wofür sie eigentlich brennen: ihren Beruf auszuüben, Menschen zu betreuen und zu versorgen – und das unter attraktiven Bedingungen.“

Holetschek ergänzte: „Klar ist: Wenn wir über die Zukunft der Pflege im Krankenhaus sprechen, dann müssen auch Pläne zur Krankenhausreform einbezogen werden. Die Bundesregierung ist am Zug und muss jetzt den passenden Rahmen schaffen. Ich kann versichern, ich stelle mich keiner guten Reform in den Weg. Aber: Mit Bayern gibt es nur eine Reform, mit der die Dinge zum Besseren verändert werden. Der Bund muss seiner Verantwortung nachkommen und die pflegerische Versorgung im Krankenhaus endlich nachhaltig gestalten.“ – Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

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