Madrid: Nach dem Scheitern wichtiger Miet-Dekrete im Parlament kommt es in Spanien erneut zu Massendemonstrationen gegen die Wohnungsnot. In mehr als 50 Städten waren Protestaktionen angemeldet.
Allein in der Hauptstadt Madrid beteiligen sich nach Behördenangaben 70.000 Menschen, die Organisatoren sprechen von einer halben Million. Die Demonstranten fordern ein Recht auf menschenwürdigen Wohnraum und einen besseren Schutz für Mieter. Sie drohen mit einem Generalstreik. Anlass für die Proteste war die aufsehenerregende Zwangsräumung einer 87-Jährigen. Gestern scheiterte die linke Regierung von Ministerpräsident Sánchez im Parlament mit ihren Plänen, gegen steigende Mieten und Zwangsräumungen vorzugehen. Die Niederlage befeuert zugleich Spekulationen über vorgezogene Neuwahlen. – BR
