Do. Mai 26th, 2022

Berlin: Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Konjunkturprognose für das laufende Jahr deutlich nach unten korrigiert.
Während sie im Herbst noch von einem Plus von 4,8 Prozent ausgegangen waren, erwarten sie in ihrem heute vorgelegten Frühjahrsgutachten nur noch 2,7 Prozent. Sollten die russischen Gaslieferungen unterbrochen werden, würde das Wachstum heuer sogar nur 1,9 Prozent betragen, so die Wissenschaftler. Sie mahnen die Bundesregierung gleichzeitig, Hilfspakete gegen die hohen Energiepreise vorsichtig zu dosieren, um die Inflation nicht weiter anzuheizen. Das würde die Probleme einkommensschwacher Haushalte noch verschärfen und die gesamtwirtschaftlichen Kosten erhöhen, erklärte der Leiter des Kiel Instituts für Weltwirtschaft, Kooths. Schon jetzt erwarten die großen Institute für 2022 eine Inflationsrate von 6,1 Prozent, den höchsten Wert seit 40 Jahren. – BR

 

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