Mo. Aug 2nd, 2021

München – Bayerisches Bauministerium unterstützt Studierende bei innovativer Forschung zur Schaffung von Wohnraum der Zukunft
– Technische Hochschule Rosenheim nimmt am internationalen Hochschulwettbewerb SDE21 teil
– Interdisziplinäres Team entwickelt innovative Bauweisen zur Schaffung von Wohnraum
– Bund und Land unterstützen Hochschule mit knapp 570.000 Euro

Der internationale Hochschulwettbewerb Solar Decathlon Europe 2021 (SDE21) findet erstmal in Deutschland statt. Ein interdisziplinäres Team der Technischen Hochschule Rosenheim entwickelt dafür eine energieeffiziente Modulbauweise zur flächensparenden Aufstockung von Gebäuden und Gewinnung von neuem Wohnraum in Städten. Unterstützt wird das Forschungsteam hierbei vom Bayerischen Bauministerium, das sich von dem innovativen Projekt übertragbare Lösungen für nachhaltiges Wohnen und Leben in Bayern verspricht.

Beim Solar Decathlon stehen Innovationen für nachhaltiges Bauen und Leben in der Stadt im Mittelpunkt. Während in den Städten der Bedarf an Wohnraum und der Ressourcenverbrauch steigt, ist der Klimaschutz so wichtig wie nie zuvor. Ziel ist, mit einer nachhaltigen, energieeffizienten und sozialverträglichen Architektur die Energiewende in urbanen Quartieren voranzubringen und zukunftsfähige Städte zu schaffen. Der SDE21 beschäftigt sich daher mit den drängendsten Fragen der Urbanität: Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, Transformation zu einem klimaneutralen Gebäudebestand (bis 2050) und dem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen.

Bei den 18 teilnehmenden Teams aus elf Ländern sind sieben deutsche Hochschulen vertreten. Die Teilnahme der Hochschulen wird sowohl vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) als auch vom jeweiligen Bundesland unterstützt. Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer freut sich über die Teilnehmer aus dem Freistaat: „Es ist uns ein großes Anliegen, die Technische Hochschule Rosenheim bei der praxisorientierten Entwicklung innovativer und zukunftsweisender Ideen für den Wohnungsbau zu unterstützen. Wer weiß, ob sich aus den Ideen nicht auch Projekte entwickeln, die wir auch in Bayern umsetzen können? Ich bin sehr gespannt und drücke den Teilnehmern die Daumen.“

Der Wettbewerbsbeitrag wird anhand eines Bestandsgebäudes des staatlichen Wohnungsbaugesellschaft Siedlungswerk Nürnberg entwickelt. Die Aufstockung umfasst bis zu zwei Stockwerke, die neben privatem Wohnraum und gemeinschaftlichen Aufenthaltsflächen auch Nutzräume, die als Keller- und Dachbodenausgleich dienen, beinhalten.

Bewertet werden außer Architektur, Nachhaltigkeit, Energie- und Gebäudetechnik und Innovation der Gebäude auch die Passgenauigkeit auf soziale Fragen. Während die Teams in zehn Wettbewerbsdisziplinen gegeneinander antreten, stehen die voll funktionsfähigen Häuser den Besuchern am Austragungsort in Wuppertal offen. – Simon Schmaußer, Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr

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