Mi. Okt 20th, 2021

Dublin: Nach großem internationalen Druck hat Irland seine Unternehmenssteuer erhöht.
Gestern Abend beschloss das Kabinett, dass Firmen mit einem Umsatz von mehr als 750 Millionen Euro künftig 15 Prozent Steuern zahlen müssen. Bisher galten 12,5 Prozent. Mit der Entscheidung fügt sich Irland der Forderung der G20-Industriestaaten nach einer globalen Mindeststeuer von 15 Prozent. Aufgrund der bisherigen Niedrigsteuerpolitik hatten sich viele internationale Unternehmen in Irland angesiedelt. Die Regierung in Dublin fürchtet nun, dass Konzerne abwandern und rechnet mit finanziellen Einbußen von bis zu zwei Milliarden Euro. Auch Estland hat inzwischen angekündigt, seine Unternehmenssteuer auf 15 Prozent zu erhöhen. Damit bleibt Ungarn das letzte Mitgliedsland der OECD, das sich gegen die Mindeststeuer wehrt. – BR

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