So. Jul 21st, 2024

Tel Aviv: Berichte über die Einrichtung eines humanitären Hilfskorridors in den Gazastreifen haben bei der israelischen Regierung für teils große Verwirrung gesorgt.

Die israelische Armee hatte am Vormittag angekündigt, im Süden des Küstengebiets tagsüber bis auf Weiteres eine taktische Pause der militärischen Aktivität einzuhalten, um so die Auslieferung einer größeren Menge von Hilfsgütern zu ermöglichen. Das Büro vom Premierminister Netanjahu teilte daraufhin aber mit, nichts von dem Vorhaben gewusst zu haben. Laut Netanjahu ist eine humanitäre Pause inakzeptabel. Auch Verteidigungsminister Gallant soll israelischen Medien zufolge nicht informiert gewesen sein. Aus Quellen im Verteidigungsministerium hieß es, die Entscheidung sei nicht von der Regierung abgesegnet worden. Israels Streitkräfte stellten klar, dass der Vorstoß keine Waffenruhe beinhalte. Zudem würde sich an den militärischen Zielen im Gazastreifen nichts ändern. Die Kämpfe in Rafah würden wie geplant weitergehen. – BR

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