Berlin: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung lehnt eine Wiedereinführung der Praxisgebühr entschieden ab. Deren Chef Gassen sagte der Rheinischen Post, das spüle zwar Geld in die Kassen, eine – Zitat – „Praxisgebühr reloaded“ wäre aber sehr bürokratisch.
Er reagierte damit auf einen Vorstoß von Bundesgesundheitsministerin Warken. Diese hatte vorgeschlagen, die Praxisgebühr wieder aufleben zu lassen. Von 2004 bis 2012 mussten gesetzlich Versicherte pro Quartal zehn Euro bezahlen. Ziel war es damals, überflüssige Arztbesuche zu verhindern. Warken erwägt eine Wiedereinführung einer Gebühr, um Patienten und Patientinnen dazu zu bringen, zuerst ihre Hausarztpraxis zu konsultieren, die dann gegebenenfalls einen Facharzttermin vermittelt. – BR