Fr. Mai 24th, 2024

Berlin: Die Flüchtlingsbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche werfen der CDU einen radikalen Bruch mit ihrem humanitären Erbe im Flüchtlingsschutz vor.
Der katholische Hamburger Erzbischof Heße und der evangelische Berliner Bischof Stäblein schreiben in einem Gastbeitrag in der „Welt am Sonntag“ wörtlich: „Wer sich am christlichen Menschenbild orientiert, darf den individuellen Zugang zum Flüchtlingsschutz in Europa nicht abschaffen.“ Die Forderung nach einer Drittstaatenregelung, die auf dem Parteitag der Christdemokraten im Grundsatzprogramm verankert werden soll, stehe in einem bemerkenswerten Widerspruch zur Orientierung an christlichen Werten, heißt es weiter. Mit solch einer Forderung begibt sich die CDU nach Ansicht der beiden Kirchenvertreter ethisch wie rechtlich auf den Holzweg. – BR

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