München – Bayerns Staatssekretär Sandro Kirchner bilanziert Blitzmarathon 2026: Viel zu viele verantwortungslose Raser – Trauriger Höchstwert 140 Stundenkilometer schneller als erlaubt – Weiterhin intensive Geschwindigkeitskontrollen
10.840 Geschwindigkeitsverstöße haben die Bayerische Polizei sowie die teilnehmenden Gemeinden und Zweckverbände beim dreizehnten Bayerischen 24-Stunden-Blitzmarathon vom 15. April bis zum 16. April 2026 festgestellt. Bayerns Innenstaatssekretär Sandro Kirchner: „Das sind erheblich mehr als beim Blitzmarathon 2025, als es mit 9.832 rund 1.000 Geschwindigkeitsverstöße weniger gab.“ Trauriger Spitzenreiter im „Raser-Ranking“: Ein Autofahrer, der auf der Autobahn A8 bei Valley mit Tempo 240 unterwegs war – in einem Bereich, in dem zu dieser Tageszeit aus Lärmschutzgründen eine Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern erlaubt war. Den Fahrer erwarten nun außer einem dreimonatigen Fahrverbot ein Bußgeld sowie zwei Punkte in Flensburg. „Im Straßenverkehr entscheidet die Geschwindigkeit über Leben und Tod. Raser wie dieser Pseudo-Rennfahrer auf der A8 werden für ihr unverantwortliches Handeln bestraft, weil sie eine Gefahr für den Straßenverkehr sind.“
Kirchner hat dafür kein Verständnis, insbesondere, weil die Kontrollaktion öffentlich angekündigt wird und jeder die Möglichkeit hatte, sich vorab über die Messstellen zu informieren. „Dennoch verzeichnen wir selbst an diesem Tag, der die öffentliche Aufmerksamkeit ganz besonders auf die Gefahren lenken soll, die durch zu schnelles Fahren im Straßenverkehr entstehen, eine viel zu große Zahl an Geschwindigkeitsverstößen.“ Der Blitzmarathon bleibe ein wichtiger Baustein im Bayerischen Verkehrssicherheitsprogramm. „Unsere Messungen bestärken uns darin, weiter durch konsequente Kontrollen auf eine Einhaltung der Geschwindigkeitsbeschränkungen hinzuwirken“, erläuterte Kirchner. „Verkehrsunfälle passieren nicht einfach so, sie werden meistens durch Missachtung der Verkehrsregeln verursacht! Die Beachtung der Ge- und Verbote im Straßenverkehr bedeutet ganz einfach weniger Tote und Verletzte. “
Der Staatssekretär warnt: „Wer nach dem Blitzmarathon glaubt, in Bayern wieder rasen zu können, liegt falsch. Die Bayerische Polizei wird in diesem Jahr weiter intensiv mit hochmoderner Technik Geschwindigkeitssünder aus dem Verkehr ziehen.“ Kirchner dankte allen Beteiligten, die zum erfolgreichen Ablauf des Blitzmarathons beigetragen haben: „Verkehrsüberwachung rettet Leben! Mit Ihrem Einsatz tragen Sie zum sicheren Verkehr auf Bayerns Straßen bei.“
Von den Polizeipräsidien wurden nach Kirchners Worten „reihenweise verantwortungslose Raser“ gemeldet:
PP Oberbayern Nord auf der BAB 96 84 km/h zu schnell
PP Mittelfranken auf der B8 63 km/h zu schnell
PP Oberfranken auf der B 15 47 km/h zu schnell
PP Unterfranken auf der B 469 54 km/h zu schnell
PP München bei Sauerlach 60 km/h zu schnell
PP Schwaben Nord im Landkreis Dillingen 50 km/h zu schnell
PP Schwaben Süd/West auf der B16 63 km/h zu schnell
PP Oberbayern Süd auf der BAB 8 140 km/h zu schnell
PP Oberpfalz auf der B16 81 km/h zu schnell
PP Niederbayern auf der B 8 55 km/h zu schnell
Einzelheiten zu den regionalen Ergebnissen können bei den jeweiligen Polizeipräsidien erfragt werden.
Der 24-Stunden-Blitzmarathon war Teil des europaweiten ‚Speedmarathons‘, der vom europäischen Verkehrspolizei-Netzwerk ‚ROADPOL‘ koordiniert wurde. Beim dreizehnten Bayerischen Blitzmarathon kontrollierten rund 2.000 Polizistinnen und Polizisten sowie Bedienstete der Gemeinden und Zweckverbände der kommunalen Verkehrsüberwachung 24 Stunden verstärkt die Geschwindigkeit an rund 1.570 Messstellen in ganz Bayern. Diese wurden im Vorfeld auf einer interaktiven Karte unter www.innenministerium.bayern.de veröffentlicht. Besonders im Fokus standen Unfallschwerpunkte auf Landstraßen und Abschnitte, auf denen oft zu schnell gefahren wird, beispielsweise bei angeordnetem Tempo 30 vor Schulen. – Oliver Platzer, Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration
