Berlin: Finanzminister Klingbeil pocht darauf, Spitzenverdiener stärker zu belasten. Das hat der SPD-Chef am Abend beim Bundeskongress des DGB bekräftigt. Nach seinen Worten kann es keine Reform der Einkommensteuer geben, bei der nicht auch Spitzenverdiener mehr zahlen müssen. Im Gegenzug müssten Menschen mit 2.500 bis 4.000 Euro Monats-Einkommen entlastet werden. Klingbeil sprach sich außerdem erneut dafür aus, die Erbschaftssteuer zu erhöhen. Die Union dagegen lehnt höhere Steuern für Spitzenverdiener oder reiche Erben ab. Fraktionschef Spahn kann sich aber vorstellen, Subventionen und Steuervergünstigungen pauschal um fünf Prozent zu kürzen. Eine mögliche Einkommensteuerreform dürfte heute Abend Thema im Koalitionsausschuss sein. Dabei soll es auch um weitere Entlastungen von den hohen Spritpreisen gehen. – BR
