Sa.. Apr. 18th, 2026

Überwiegend störungsfreier Test der Warnmittel – Auf den Ernstfall gut vorbereitet

München – Bayerns Innen- und Katastrophenschutzminister Joachim Herrmann hat ein erstes positives Fazit des heutigen landesweiten Probealarms gezogen: „Nach einem ersten Überblick verlief der Probealarm überwiegend störungsfrei und wir haben mit unserem Warnmittel-Mix die Bevölkerung auf verschiedenen Wegen erreicht.“

Das Bayerische Melde- und Lagezentrum für den Bevölkerungsschutz im Innenministerium hat um 11:00 Uhr erfolgreich über das Modulare Warnsystem des Bundes die Warnstufe 2 via Cell Broadcast und die Warn-Apps wie NINA oder KATWARN ausgelöst. Je nach Telefonanbieter kamen die Warnungen teilweise einige Minuten verzögert auf den Handys an. „Erstmals haben wir bei diesem Probealarm auch die Entwarnung über Cell Broadcast getestet, wobei diese stumm in der niedrigsten Warnstufe 3 ausgelöst wird und dadurch je nach Konfiguration möglicherweise bei einigen Personen nicht auf dem Handy angezeigt wird. Insgesamt hat aber auch die Entwarnung gut funktioniert.“

Die teilnehmenden Kreisverwaltungsbehörden konnten ab 11:00 Uhr eigene Warnmittel, wie Sirenen, Lautsprecherdurchsagen oder Stadtwerbetafeln auslösen und ab 11:30 Uhr Entwarnungen über diese aussenden. Hier gab es ebenfalls nur kleinere regionale Verzögerungen oder Probleme. „Mit unseren vielfältigen Warnmitteln sind wir für den Ernstfall gut gewappnet und können die Bürgerinnen und Bürger schnell und zuverlässig warnen“, resümierte Herrmann.

Insgesamt sei der Freistaat Bayern gut gerüstet und investiere weiterhin konsequent in die Ausstattung des Katastrophenschutzes. „Wir haben in den letzten Jahren jeweils mehr als 45 Millionen Euro hierfür zur Verfügung gestellt. Und dieses hohe Niveau wird auch im Entwurf des Doppelhaushalts 2026/2027 fortgeschrieben. Zudem fließen Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur des Bundes in den Bevölkerungsschutz“, betonte Herrmann. Dennoch müsse vor allem in das Sirenennetz investiert werden, mit dem man die Bevölkerung etwa auch nachts zuverlässig erreichen kann. „In den letzten Jahren haben wir bereits Einiges erreicht und verfügen inzwischen über mehr als 11.000 Sirenen im Freistaat. Wir sind aber noch nicht am Ziel. Für den weiteren Ausbau der Sireneninfrastruktur bedarf es gemeinsamer Anstrengungen der Kommunen, des Freistaates, aber auch des Bundes.“

Gleichzeitig machte der Minister klar, dass auch jeder Einzelne bestmöglich für Krisen vorsorgen sollte: „Zu wissen, wie und über welche Kanäle im Notfall gewarnt wird, ist wichtig. Darüber hinaus sollte aber auch jeder wissen, wie man sich bei Bränden, Hochwasser oder einem Stromausfall verhält und sich vor Ort vertraut machen mit den Gegebenheiten und etwa den Notfallplänen seiner Kommune.“ Darüber hinaus sollte auch jeder eine entsprechende Eigenvorsorge treffen, etwa durch Getränke- und Lebensmittelvorräte für sich selbst und seine Angehörigen. – Oliver Platzer, Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration

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