Fr. Aug 12th, 2022

Holetschek zieht positive Ein-Jahres-Bilanz zum Krisendienst-Ausbau für Menschen in psychischen Notlagen – Bayerns Gesundheitsminister: Seit Juli 2021 sind die Krisendienste bayernweit rund um die Uhr unter kostenfreier Rufnummer 0800 / 655 3000 erreichbar – Rund 180 Telefonate am Tag – Dank auch an die Bezirke

München – Seit einem Jahr sind die Krisendienste für Menschen in psychischen Notlagen in Bayern rund um die Uhr telefonisch erreichbar – und stoßen mit diesem erweiterten Angebot auf große Resonanz. Darauf hat Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Mittwoch in München hingewiesen. Er betonte vor seinem für den Mittwochabend (18.00 Uhr) geplanten Besuch der Leitstelle des Krisendienstes Mittelfranken in Nürnberg: „In Bayern bekommen Menschen in seelischen Krisen unabhängig von der Uhrzeit fachkundige Hilfe. Im Durchschnitt wählen rund 180 Menschen jeden Tag die Nummer der Krisendienste, davon ein knappes Drittel zwischen 18 und 24 Uhr. Dies zeigt, dass es richtig war, die Erreichbarkeit auszubauen.“

Holetschek erläuterte: „Es bleibt nicht nur beim Telefonat: Bei Bedarf können mobile Einsatzteams sogar innerhalb einer Stunde bei den Hilfesuchenden vor Ort sein. Das geht nur mit großer Einsatzbereitschaft aller Beteiligten. Ich danke den Bezirken und allen, die an dieser erfolgreichen und für die Menschen so wichtigen Arbeit beteiligt sind.“

Der Minister fügte hinzu: „Eine Krise hält sich nicht an Büroöffnungszeiten. Die Menschen brauchen im Bedarfsfall unmittelbar Unterstützung. Und dafür sorgen die Krisendienste, die mit großem Engagement in Leitstellen und mobilen Teams kompetent Hilfe leisten.“

Das psychosoziale Beratungs- und Hilfeangebot der Krisendienste in allen sieben Bezirken steht seit März 2021 unter der kostenfreien zentralen Rufnummer 0800 / 655 3000 zur Verfügung. Im Juli 2021 wurde die Erreichbarkeit der Telefonnummer auf 24 Stunden ausgeweitet. Das Angebot richtet sich in erster Linie an Menschen in psychischen Notlagen. Die Krisendienste können aber auch von Angehörigen, Bezugspersonen sowie Personen aus dem Lebensumfeld von Menschen in psychischen Krisen in Anspruch genommen werden. Im vergangenen Jahr nahmen einer Erhebung des Bezirketags zufolge insgesamt rund 60.000 Anruferinnen und Anrufer die Krisendienste in Anspruch.

Holetschek erläuterte: „Psychische Krisen und Erkrankungen sind ausgesprochen häufig und kommen in jedem Lebensalter vor. Mit den rund um die Uhr erreichbaren Krisendiensten setzen der Freistaat und die Bezirke einen zentralen Auftrag des Bayerischen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes um – und sie setzen ein wichtiges Zeichen! Das niedrigschwellige Hilfeangebot des Freistaats ist in Deutschland einzigartig.“

Der Minister betonte: „Der Staatsregierung ist es seit Jahren ein großes Anliegen, Menschen in psychischen Krisen frühzeitig zu helfen und psychische Erkrankungen weiter zu entstigmatisieren. In Bayern gibt es für Menschen mit psychischen Erkrankungen ein vielfältiges Versorgungsangebot auf hohem Niveau. Aber wir wollen die Unterstützung für Menschen in psychischen Notlagen noch weiter verbessern. Denn für eine Person in einer seelischen Krise ist rasche und kompetente Hilfe von unschätzbarem Wert. Die Krisendienste Bayern setzen hier Maßstäbe.“ – Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten zu den Krisendiensten können der Website der bayerischen Krisendienste unter https://www.krisendienste.bayern/ entnommen werden.

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