Teheran: Im Iran ist bisher keine Deeskalation rund um die anhaltenden Massenproteste in Sicht. Präsident Peseschkian warnte vor weiteren Aktionen und bezeichnete die Demonstranten als Aufrührer, die die Gesellschaft destabilisierten.
Seit Tagen gehen die iranischen Behörden offenbar hart gegen die Protestierenden vor. Im Internet verbreitete Videos zeigen auch den Einsatz scharfer Munition. Eine in den USA ansässige Menschenrechtsgruppe spricht von inzwischen mehr als 500 Toten und über 10.000 Festnahmen. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Zahlen allerdings nicht. Die iranischen Behörden haben den Zugang zum Internet für die Bevölkerung fast vollständig gesperrt. Ein verifiziertes Video der Nachrichtenagentur Reuters zeigt Bilder der Massenproteste aus der Hauptstadt Teheran. Dort sollen die Demonstranten etliche Polizeifahrzeuge und eine Moschee in Brand gesetzt haben. – BR