Do.. Feb. 19th, 2026

Neuburg – Ob auf den Donaudämmen oder im steilen Gelände der Aindlinger Terrassentreppe: Michael Meiers Schafe und Ziegen halten wertvolle Naturschutzflächen offen – und bewahren seltene Tier- und Pflanzenarten.

Wer mit offenen Augen durch die Landschaft fährt, sieht vor allem im nördlichen Landkreis, Schäfer mit ihren Herden ziehen. Einer von Ihnen ist Michael Meier aus Illdorf. Mit seinen etwa 800 Schafen und 50 Ziegen betreibt er aktuell die größte Schäferei im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen.

Die Weidesaison für die Wanderschäfer beginnt im zeitigen Frühjahr und endet im November. In dieser Zeit ist Michael Meier täglich mit den Tieren unterwegs. Weidestart ist in Illdorf, seiner Heimat, in der auch schon sein Großvater mit seinen Schafen die Hänge beweidet hat, wie Michael Meier erklärt. Von dort führt ihn sein Weg entlang der Donaudämme bis an den Lech und anschließend wieder zurück in den Landkreis, nach Bertoldsheim.

Die meisten seiner Weideflächen sind geschützte Biotope, so genannte Magerrasen, die eine enorme Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten aufweisen.

Das kleine Knabenkraut, eine Orchidee und der Quendel-Ameisenbläuling, ein Schmetterling, sind nur zwei Beispiele für gefährdete Arten auf Meiers Weideflächen, die er für die untere Naturschutzbehörde seit langem pflegt.
Ohne die Beweidung, würden die Magerrasen mit Sträuchern und Bäumen zuwachsen und die hier vorkommenden Arten langfristig verloren gehen.

Vor allem im steilen Gelände der Aindlinger Terrassentreppe und des Frankenjura und an den schmalen Dämmen entlang von Donau und Lech, sind Schafe und Ziegen die idealen Landschaftspfleger.

Bei Michael Meier kommen Merino-Landschafe und Burenziegen zum Einsatz, denn auch die Tierrasse spielt bei der Landschaftspflege eine wichtige Rolle.

Die Tiere halten aber nicht nur die Flächen offen, sondern transportieren in ihrem Fell und in den Klauen auch Samen und Insekten und fördern so den Biotopverbund. Dieser wertvolle Beitrag zum Naturschutz ist nur durch den unermüdlichen Einsatz des Wanderschäfers Michael Meier und seiner Kollegen möglich. Sie sind es, die Tag für Tag, bei Wind und Wetter ihre Herden begleiten und somit zur Erhaltung der Artenvielfalt im Landkreis beitragen. – Jonas Faller, Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen

Bildtext: Im Einsatz für den Naturschutz: Michael Meier mit seiner Herde auf einem Magerrasen bei Bertoldsheim Bildquelle: Landratsamt/Prestele 

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