Neuburg – Eine feuchtwarme Frühjahrsnacht, blinkende Taschenlampen, schemenhafte Bewegungen am Straßenrand. Eimer voller Kröten, Molche und Frösche. Amphibienschutzaktionen an Straßen sind ein Herzstück des Artenschutzes im BUND Naturschutz (BN) auch im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen.
Seit einer Woche sind Dutzende Menschen, darunter auch Kinder, in den Morgenstunden beziehungsweise Abendstunden unterwegs. Sie sorgen dafür, dass Amphibien nicht überfahren werden, sondern sicher zu ihren Laichgewässern kommen, seien es Tümpel, Seen, Bäche oder manchmal sogar nur Pfützen. Auch Mitglieder der Wasserwacht beteiligen sich an den Rettungsaktionen.
„Allen Helferinnen und Helfern gilt unser allergrößter Dank für ihren selbstlosen Einsatz!“, sagt Norbert Mages, seit Oktober letzten Jahres, neuer Vorsitzender des BUND Naturschutz in unserem Landkreis. Laut Mages ist der BN der älteste, seit 1913, und auch der mit 217 000 Menschen mitgliederstärkste Naturschutzverband in Bayern.
Vorletzte Woche hatten die Helfer die grünen Zäune an den Straßenrändern aufgestellt. Diese leiten die Amphibien entlang, bis sie in die bündig in den Boden und am Zaun eingegrabenen Fangeimer „automatisch“ hineinfallen können.
Wie in ganz Bayern so auch im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen sind bei Feuersalamander, Kammmolch und Gelbbauchunke und Co. die Bestände rückläufig. „Dank des zupackenden Einsatzes vieler Helfer retten diese in Bayern jedes Jahr circa eine halbe Million Kröten, Frösche und Molche vor dem Straßentod“, freut sich die BN- Ortsvorsitzende von Schrobenhausen, Brigitte Streber. – Norbert Mages, Neuburg Bund-Naturschutz
