München: Nach der vorübergehenden Sperrung des Oktoberfests berichten Augenzeugen von bedrohlichen Situationen. Eine Besucherin schilderte, sie habe sich an die Loveparade 2010 in Duisburg erinnert gefühlt.
Die Lage habe sie als extrem gefährlich erlebt. Menschen hätten geschrien und versucht, Kinder in Verkaufsbuden zu heben, um sie in Sicherheit zu bringen. Mehrere Besucher kritisierten, dass es in den ersten 45 Minuten keine Informationen gegeben habe. Erst spät habe es Durchsagen gegeben und die seien undeutlich formuliert gewesen, berichtet eine Gruppe junger Männer. Weil das Gelände beim Reservierungswechsel gegen 17 Uhr 30 überfüllt war, hatten Sicherheitskräfte die Eingänge gesperrt. Auf Social Media wurden Besucher aufgerufen, nicht mehr zur Wiesn zu kommen. Ein Polizeisprecher erklärte, so etwas habe er noch nicht erlebt. Die Stadt betonte, es habe zu keiner Zeit Gefahr bestanden, das Sicherheitskonzept habe gut funktioniert. – BR
