München: Zwei Jahre nach dem Tod von Alexej Nawalny gibt es neue Einzelheiten: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Schweden und die Niederlande gehen davon aus, dass der frühere russische Oppositionsführer mit einem starken Nervengift getötet wurde.
Das haben die Außenminister der fünf Staaten am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz mitgeteilt. Sie machen Russlands Präsidenten Putin für den Tod des Kremlkritikers verantwortlich. Bundesaußenminister Wadephul sagte, an Nawalnys Leiche sei das Nervengift Epibaditin gefunden worden. Der Stoff kommt in ecuadorianischen Pfeilgiftfröschen vor. Wie der „Spiegel“ berichtet, konnten Labore in mehreren europäischen Staaten das Toxin nachweisen. Die Gewebeproben seien offenbar heimlich von Nawalnys sterblichen Überresten entnommen worden. Nawalny war im Februar 2024 in einer Strafkolonie nördlich des Polarkreises gestorben. Er wurde 47 Jahre alt. Russland sprach von einem natürlichen Tod. – BR
