Berlin: Opfer von medizinischen Behandlungsfehlern sollen künftig mehr Unterstützung erfahren. Dafür plädiert die Deutsche Stiftung Patientenschutz angesichts des heutigen Welttags der Patientensicherheit.
Stiftungsvorstand Brysch forderte im Interview mit dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ unter anderem einen Härtefallfonds. Dieser solle einspringen, wenn Behandlungsfehler durch unabhängige Gutachten bestätigt wurden, die Leistungserbringer aber nicht zahlen. Brysch sprach sich zudem für eine generelle Beweislastumkehr aus. Bislang müssen Patienten in den meisten Fällen selbst nachweisen, dass sie Opfer von Behandlungsfehlern geworden sind. Allein bei der Krankenkasse AOK sind deutschlandweit im vergangenen Jahr rund 16.600 vermutete Fehler gemeldet worden. – BR
