Berlin: Die Deutsche Stiftung Patientenschutz warnt vor der Einführung von Basistarifen in der gesetzlichen Krankenversicherung.
Damit würde die Bundesregierung ein „Bürokratiemonster“ schaffen, sagte Stiftungs-Vorstand Brysch den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Bereits der bestehende Systemmix aus gesetzlichen Krankenversicherungen, privaten Zusatzversicherungen und den Privat-Vollversicherungen sei ineffizient. Der Parlamentarische Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Sorge, hatte vorgeschlagen, Basistarife für die gesetzlichen Krankenkassen einzuführen, um Kosten zu senken. Versicherte könnten dann Zusatzleistungen kostenpflichtig hinzubuchen. Brysch kritisierte, dass dann der Bundestag festlegen müsse, welche Leistungen ein solcher Tarif umfasse. Die Versorgung von 75 Millionen gesetzlich versicherten Patienten werde auf diese Weise zum Spielball der tagesaktuellen Haushaltslage. – BR
