Fr. Okt 7th, 2022

Berlin:  Ab Herbst greift in Deutschland eine Gasumlage: Die Bundesregierung will damit eine stabile Gasversorgung gewährleisten. Doch wie funktioniert die Umlage? Wie hoch wird sie? Und wie ist es mit der Mehrwertsteuer? Was Verbraucher jetzt wissen sollten.
Bundesfinanzminister Lindner hat die EU-Kommission offiziell darum gebeten, bei der geplanten Gasumlage auf die Mehrwertsteuer verzichten zu dürfen. Ein entsprechendes Schreiben hat der FDP-Politiker an Wirtschaftskommissar Gentiloni geschickt. Darin schlägt er vor, dass die EU-Regeln im Energiebereich für eine Weile geändert werden. Die Höhe der Gasumlage, die ab Oktober kommen soll, will die Bundesregierung morgen bekannt geben. Bundeskanzler Scholz hatte vorab schon angekündigt, diejenigen, die am wenigsten haben, zu entlasten. Der Sozialverband VdK mahnt bei den Entlastungen Gerechtigkeit an. Die bayerische Landesvorsitzende Mascher sagte BR24, es dürfe keine solchen Unterschiede geben wie bei der Energiepauschale. Nach Maschers Worten leiden vor allem Rentner und Familien mit mehreren Kindern unter den steigenden Preisen.
Das Vergleichsportal Verivox errechnete für diese Spanne für einen Single-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 5000 Kilowattstunden Mehrkosten zwischen 89 und 298 Euro. Ein typischer Pärchenhaushalt würde demnach mit 214 bis 714 Euro belastet, eine Familie im Einfamilienhaus (20.000 Kilowattstunden Verbrauch) mit 357 bis 1.190 Euro. Darin ist die Mehrwertsteuer enthalten. – BR

Kommentar verfassen