Berlin: Der Deutsche Richterbund fordert die Bundesländer auf, im Kampf gegen Organisierte Kriminalität mehr Geld zu investieren.
Bundesgeschäftsführer Rebehn sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, die Landesregierungen ließen beispielsweise beim Thema Geldwäsche viele Milliarden Euro für den Staat liegen, weil sie zu einseitig auf die Personalkosten der Strafverfolgung fixiert seien. Bundesweit fehlten inzwischen 2.000 Staatsanwälte und eine Million offene Verfahren stapelten sich bei Ermittlern. Rebehn bezifferte das Volumen der Geldwäsche in Deutschland auf rund 100 Milliarden Euro pro Jahr. Drogenbanden, Menschenhändler, Wirtschafts- und Finanzkriminelle hätten es in Deutschland zu leicht, weil sie es vielfach mit chronisch unterbesetzten und technisch schlecht ausgestatteten Strafverfolgungsbehörden zu tun hätten. – BR