Do.. Jan. 22nd, 2026

Täter erbeuten von Witwe Schmuck im Wert von 20.000 EuroIngolstadt – Am gestrigen Nachmittag erbeuteten Betrüger mit einem sogenannten Schockanruf von einer Witwe Schmuck im Wert von 20.000 Euro. Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat die Ermittlungen überno

Gegen 15:00 Uhr erhielt eine 79-jährige Frau aus Ingolstadt einen Anruf von einer angeblichen Rechtsanwältin. Diese gab an, dass die Tochter der per Festnetz Kontaktierten nach einem Rotlichtverstoß einen schweren Unfall verursacht hätte. Als Mutter wäre sie nun verpflichtet, eine Kaution in Höhe von 50.000 Euro zu hinterlegen.

Nachdem die unter Druck gesetzte Rentnerin angab, kein Bargeld zu haben, wurde sie explizit nach Schmuck gefragt. Im Glauben ihrer Tochter dringend helfen zu müssen, übergab sie schließlich gegen 16:00 Uhr in der Nähe der Asamstraße, in einer Plastiktüte verpackt, ihren gesamten Schmuck an einen ca. 30-jährigen Abholer, der wie folgt beschrieben werden kann:

Männlich, ca. 180 cm groß, dunkle Haare, südländisches Erscheinungsbild, kein Bart, keine Brille, nicht deutschsprachig. Der Beschriebene entfernte sich anschließend mit dem Beutegut zu Fuß aus dem Augustinviertel in unbekannte Richtung.

Die Kriminalpolizei rät dringend von einer Geldübergabe an unbekannte Personen ab!

– Legen Sie am besten auf, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.
– Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110 an! Das machen nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste!
– Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an!
– Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
– Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen!
– Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei!
– Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen!
– Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!

Weitere Informationen zum Thema Schockanruf bzw. Betrug über Messengerdienste finden Sie im Internet auf den Seiten der Präventionskampagne LEG – Polizeipräsidium Oberbayern Nord

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