Mo. Aug 2nd, 2021

Das Schrannenfest 2003 verwandelt die Stadt Schrobenhausen vom 20. Juni bis 22. Juni in einen internationalen Treffpunkt der Europäischen Partnerschaften.

Die drei Städte bildeten das erste „Europäische Partnerschaftsdreieck“. Bereits 1983 wurde diese Idee von Mike Mc. Carthy in Thiers angeregt. „Let`s have a triangel“ schlug er damals bei der ersten Begegnung in Thiers seinem Gesprächspartner, Stadtrat, Hans Scholz vor. Der war zusammen mit Helmut Mevissen, für den Verkehrsverein, mit einer Blaskapelle und einer Tanzgruppe, auf „Partnerschafts-Brautwerbung“ war.  Zu der Zeit waren Thiers und Bridgnorth schon 10 Jahre „verbandelt“.

Seither hat sich zwischen den Dreieckspartnern ein reger Austausch entwickelt, der nicht nur die zahlreichen ausgetauschten Schulklassen erfasst hat, sondern sich natürlich auf Senioren, Sänger, Musiker, Sportler, Künstler, Austauschstudenten, Praktikanten und Privatpersonen erstreckt. In allen drei Städten sind Partnerschaftskommissionen dabei, die Hintergrundarbeit zu steuern und anzuregen. In Schrobenhausen waren dies anfänglich Helmut Mevissen, Helmut Eikam, Hans Stichlmair und Hans Scholz und schnell hatten sie den Spitznamen weg, „die Viererbande“ . Längst sind neue Mitstreiter dazugekommen, manche nur temporär, manche auf Dauer wie z.B. Anne de Wachter.

Das letzte Mitglied der Viererbande ist Josef Dauer, der seine Erfahrungen in der Arbeit der Brunnenhof GmbH. in die Partnerschaft einbringen wird. Viele private Freundschaften in alle drei Richtungen sind längst zum Selbstläufer geworden. Alljährliche Arbeitstreffen in einem zentral gelegenen Ort, sind die Grundlage für die mittelfristige Programmplanung. Regelmäßig trifft man sich im großen Rahmen nacheinander in Thiers, Bridgnorth und Schrobenhausen. Bereits vor einigen Jahren ist die Stadt Schrobenhausen für ihre aktive Partnerschaftsarbeit von Brüssel mit einem „Europa-Diplom“ geehrt worden.

Die Partnerschaft mit der Oberösterreichischen Stadt, Perg, ist zwar kein Bestandteil des Europäischen Städtedreiecks, ist aber ganz eng an Schrobenhausen gekoppelt. Neben den offiziellen Vertretern aus Bridgnorth und Thiers kommen in diesem Jahr die „Sonneurs Thiernois“, der „Chorale Point dorgue“ aus Thiers, die „Opperatic Society“, die „Ironmen“ und „Severn Gilders“ aus Bridgnorth zum Schrannenfest. Die genannten Gruppen sind in das Festprogramm integriert, zahlreiche Privatpersonen bilden den internationalen Rahmen. In einem eigenen Festakt am Samstag, 21.06. um 11.30 Uhr, in der Stadthalle soll die bestehende Partnerschaft von den Bürgermeistern der Partnerstädte gewürdigt werden, einige Personen, die sich um die Partnerschaft besonders verdient gemacht haben, werden für ihre Arbeit geehrt.

Der Schwed zu Schrobenhausen
Zu einem besonderen Höhepunkt kommt es diesmal beim Schrannenfest, neben den zahlreichen Programmpunkten im Stadtzentrum, an der Stadtmauer in Höhe des Pflegschlosses. Ein Historienspiel aus der Zeit des 30jährigen Krieges erinnert daran, dass die Stadt Schrobenhausen damals, wie viele andere Städte auch, schwer gelitten hat. In dem Historienspiel „Der Schwed zu Schrobenhausen“ sollen Szenen aus dieser Zeit dargestellt werden. Das „Faendl Hochprand“ unter der Führung von Dietmar Kunkel bringt diese Attraktion in das Schrannenfest ein. Die Vorstandschaft des Verkehrsvereins begrüßt diese Initiative sehr.

Neben dem gastgebenden „Faendl Hochprand“ wirken mit: Das Regiment „Wolf von Mannsfeld“ aus Memmingen; das Regiment „Alexander von Haslang“; das Landwehr faendl Kehlheim-Schierling; die „Dillinger Musketiere“ und die „Wittelsbacher Turmpfeiffer“ aus Landshut. Im 1. Akt -„Der Sturm auf die Stadtmauer“ erleben die Zuschauer die Verteidigung der Stadt Schrobenhausen gegen die anrückenden Schweden. Im zweiten Akt -„Der Schweizer Brief“ steht ein geschichtlich interessanter Brief im Mittelpunkt, der in Schrobenhausen geschrieben wurde und der noch heute in Schweizerischen Nationalarchiv lagert. Alle Szenen werden von einem Sprecher begleitet und erklärt. Nach den Vorführungen laden die Akteure zum zünftigen Lagerleben am Stadtwall ein. Für eine entsprechende Bewirtung ist gesorgt.

Die Zuschauer sollten sich am Stadtwall zwischen dem Lenbach haus und dem Spargelmuseum einfinden. Von dort haben sie wohl den besten überblick auf das Geschehen. Auf einen eigenen Eintritt verzichtet der Verkehrsverein, der Erwerb des Schrannenfestabzeichens ist Ehrensache.

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