Mi. Jun 29th, 2022

Kiew: Der ukrainische Präsident Selenskyj hat dem Kreml vorgeworfen, eine weltweite Hungerkrise zu provozieren.
In seiner abendlichen Videoansprache sagte er, 22 Millionen Tonnen Getreide könnten wegen der russischen Blockade nicht exportiert werden. Die Folge, so Selenskyj weiter, sei die Gefahr einer Hungerkrise in Ländern, die von den Lieferungen abhängig seien. Die Aussagen Russlands, dass wegen der westlichen Sanktionen keine Nahrungsmittel mehr exportiert werden können, bezeichnete er als „zynisch“ und „gelogen“. Selenskyj hat außerdem auf die schwierige Lage im Osten des Landes hingewiesen. Seinen Worten zufolge ist dort die maximale Kampfkraft der russischen Armee versammelt. Ein wichtiges Ziel sei unter anderem Sjewjerodonezk. Dort sind gestern nach ukrainischen Angaben russische Truppen in die Stadt eingedrungen. Der Gouverneur des Gebiets Luhansk riet den Bewohnern der Stadt, in Notunterkünften zu bleiben, weil es zu Straßenkämpfen komme. – BR

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