Fr. Aug 6th, 2021

Eichstätt, OT Marienstein – Am Vormittag des 15.07.2021 wurde eine Rentnerin aus dem Eichstätter Ortsteil Marienstein Opfer der Masche „falscher Polizeibeamter“ und erlitt hierdurch einen hohen Vermögensschaden. Die Kriminalpolizei Ingolstadt ermittelt und bittet Zeugen um Hinweise. – Polizeipräsidium Oberbayern Nord

Am 15.07.2021 erhielt eine 91-Jährige Eichstätterin gegen 11:30 Uhr einen folgenschweren Anruf: Betrüger gaben sich als Polizeibeamte aus und hielten die Seniorin anschließend über mehrere Stunden am Telefon. Letztlich wurde die Rentnerin dazu gebracht, einer ihr unbekannten Abholerin gegen 18:30 Uhr an der Haustür Bargeld und Schmuck im Wert einer fünfstelligen Summe zu übergeben. Die Abholerin konnte im Anschluss an die Tat unerkannt flüchten. Unter Umständen waren an der Abholung auch mehrere Täter beteiligt.

In diesem Zusammenhang sucht die ermittelnde Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt nach einem schwarzen BMW Mini Cooper mit auswärtigem Kennzeichen, der in den Abendstunden des 15.07.2021 im Bereich Blumenberger Straße unterwegs war.

Die Abholerin war ca. 35 bis 40 Jahre alt, schlank und mit einem grauen Pulli bekleidet. Zudem trug sie eine rosafarbene Schirmmütze.

Hinweise werden von der Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt unter 0841/93430 entgegengenommen.

Wie bereits am 15.07.2021 berichtet, kommt es im gesamten Dienstbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord derzeit vermehrt zu Anrufen von Telefonbetrügern (siehe beigefügte Pressemitteilung).

Telefonbetrüger wieder vermehrt aktiv – Warnmeldung

Im Dienstbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord kommt es in den letzten Tagen wieder vermehrt zu Anrufen von Telefonbetrügern.

Glücklicherweise reagierten die Angerufenen richtig und die Gespräche wurden abgebrochen, bevor ein Vermögensschaden entstand.

Trotzdem soll auf diesem Wege nochmals vor sogenanntem Call-Center Betrug gewarnt werden, dem zumeist ältere Mitmenschen zum Opfer fallen.

Derzeit kommt vor allem die Masche des falschen Polizeibeamten zur Anwendung.
Mit sogenannten Enkeltrick- und Schockanrufen versuchen Betrüger ebenfalls, ihre Opfer um ihr Erspartes zu bringen.

Variante „falscher Polizeibeamter“
Im Zuständigkeitsbereich der Kriminalpolizei Ingolstadt mehren sich seit 13.07.2021 die Anrufe von falschen Polizeibeamten. Dem angerufenen Opfer wird hierbei vorgegaukelt, dass er mit einem Polizeibeamten oder einer Polizeibeamtin spricht und dass in der Nachbarschaft ein Einbruch stattgefunden hätte. Bei festgenommenen Tatverdächtigen sei ein Zettel mit der Anschrift des Angerufenen gefunden worden. In der Folge soll Bargeld oder Schmuck zur Eigentums- bzw. Spurensicherung an einen Abholer ausgehändigt werden.

Variante „Schockanruf“
Gestern, 14.07.2021, erhielt ein 72-Jähriger aus Dießen am Ammersee einen Anruf in der Variante Schockanruf. Eine männliche Stimme gab sich als Polizist aus und sagte, dass die Schwiegertochter des Seniors gerade einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Im Laufe des Gesprächs reichte der falsche Polizist das Telefon auch an eine weinerliche, schwer verständliche und aufgebrachte Frauenstimme weiter, um das vorgetäuschte Szenario echt wirken zu lassen. Zur Abwendung einer Haftstrafe wurde die Zahlung einer hohen sechsstelligen Summe gefordert. Der Dießener wurde zum Glück misstrauisch und brach das Gespräch ab, bevor ein Vermögensschaden entstand

Tipps der Polizei:
– Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten oder dazu auffordern, Geld oder Wertsachen herauszugeben

– Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110 an. Das tun nur Betrüger. Sind Sie sich unsicher, wählen Sie die Nummer 110. Benutzen Sie dabei aber nicht die Rückruftaste, da Sie sonst möglicherweise wieder bei den Betrügern landen, sondern wählen Sie die Nummer selbst. Sie können sich aber auch an die örtliche Polizeiinspektion wenden. Erzählen Sie den Beamten von den Anrufen. Am besten ist, wenn Sie die Nummer der für Sie zuständigen Inspektion sowie die Notrufnummer 110 griffbereit am Telefon haben, damit Sie im Zweifelsfall selber wählen können.

– Geben Sie am Telefon keine Auskunft über Ihre persönlichen finanziellen Verhältnisse oder andere sensible Daten.

– Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Geben Sie Betrügern keine Chance, legen Sie einfach den Hörer auf. Nur so werden Sie Betrüger los. Das ist keinesfalls unhöflich!

– Öffnen Sie unbekannten Personen nicht die Tür. Ziehen Sie gegebenenfalls eine Vertrauensperson hinzu, z. B. Nachbarn oder nahe Verwandte.

– Übergeben Sie unbekannten Personen kein Geld oder Wertsachen.

Weitere Informationen zur Kampagne
„Leg´ auf!“ des PP Oberbayern Nord unter

https://www.polizei.bayern.de/oberbayern_nord/news/presse/aktuell/index.html/321659

oder

www.polizei-beratung.de.

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