Lissabon: Bei der Präsidentschaftswahl in Portugal kommt es zu einer Stichwahl in drei Wochen: Nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen wurde der Sozialist Seguro mit gut 31 Prozent Wahlsieger, verfehlte aber die absolute Mehrheit.
Auf Platz zwei landete der Rechtspopulist Ventura mit 23,5 Prozent. In der Stichwahl am 8. Februar werden Ventura allerdings kaum Chancen eingeräumt, Nachfolger des konservativen Amtsinhabers Rebelo de Sousa zu werden, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr kandidieren durfte. Der Präsident hat in Portugal keine exekutiven Befugnisse, kann aber in Krisenzeiten das Parlament auflösen oder den Ministerpräsidenten entlassen. Es ist das erste Mal seit 40 Jahren, dass für die Präsidentschaftswahl in Portugal eine zweite Runde nötig ist. – BR