München: Bayerns Antisemitismusbeauftragter Spaenle bezeichnet die Morddrohung gegen die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Knobloch, als Tabubruch. Damit sei jede Grenze überschritten.
Spaenle fordert Staat und Gesellschaft auf, sich aktiver für Humanität und Rechtsstaat einzusetzen. Auch die Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschland mahnt ein entschiedeneres Vorgehen gegen Antisemitismus und Extremismus an. Zugleich warnt sie in einem Gastbeitrag für das Portal „The European“ davor, jüdisches Leben in Deutschland nur noch unter dem Gesichtspunkt von Bedrohung und Sicherheit wahrzunehmen. Die Morddrohung gegen Knobloch war als Graffiti im Englischen Garten gesprüht worden. Die Generalstaatsanwaltschaft München ermittelt. – BR
