München: Die Synagoge in der Reichenbachstraße ist am Abend feierlich wieder eröffnet worden. Sie war mehrere Jahre restauriert worden. An dem Festakt nahmen unter anderen Bundeskanzler Merz, Minsterpräsident Söder und die Präsidentin der israelitischen Kultusgemeinde, Knobloch teil.
Die Vereinsvorsitzende Salamander sagte in ihrer Rede, eine der wahrhaft schönsten Synagogen der Moderne sei gerettet. Es gelte heute, das Erbe des Vorkriegsjudentums wieder seiner vollen Würde zuzuführen. Bundeskanzler Merz erinnerte an die Verbrechen der Nationalsozialisten. Dabei stockte ihm mehrfach die Stimme, und er kämpfte mit den Tränen. Der Kanzler äußerte sich auch beschämt über die neue Welle des Antisemitismus in Deutschland. Die Synagoge in der Reichenbachstraße wurde während der Novemberpogrome 1938 verwüstet, aber nicht zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Räume provisorisch instand gesetzt und auch als jüdisches Zentrum genutzt. – BR
