Berlin: Tausende Tankstellen verstoßen offenbar gegen die im April eingeführte 12 Uhr-Regel, wonach der Spritpreis nur einmal am Tag, nämlich mittags, erhöht werden darf.
Zu diesem Ergebnis kommt der Verbraucherdienst „Mehr-Tanken“ auf Grundlage von Daten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe. Demnach stiegen die Preise bis zum Stichtag am 11. Mai insgesamt rund 17.000 Mal zu unerlaubten Zeiten an. Am höchsten war die Quote laut der Auswertung in Bayern mit knapp 26 Prozent, am niedrigsten in Berlin mit gut 8 Prozent. Die Tankstellenbetreiber weisen die Vorwürfe zurück. Schon langsame Leitungen oder laufende Tankvorgänge könnten dazu führen, dass eine Preisänderung erst verzögert ans Kartellamt übermittelt wird, heißt es vom Bundesverband Freier Tankstellen. – BR
