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Ingolstadt, 16.11.2023 – Telefonbetrügern gelang es am gestrigen Mittwoch, einen Rentner zur Herausgabe wertvoller Uhren zu bewegen. Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat die Ermittlungen übernommen und bittet um Zeugenhinweise.
In den Mittagsstunden rief eine Täterin bei dem Rentner an, gab sich als dessen Tochter aus und erklärte, sie hätte einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Eine Inhaftierung sei nur durch die sofortige Zahlung einer hohen Kaution abzuwenden. Die Forderungen wurden durch ein Telefonat mit einem angeblichen Staatsanwalt noch verstärkt und das Opfer so weiter unter Druck gesetzt. Noch während des Telefongesprächs erschien gegen 15:00 Uhr ein weiterer Täter an der Wohnadresse des Betrogenen und übernahm hochwertige Uhren im Wert eines fünfstelligen Eurobetrages.

Die Kriminalpolizei Ingolstadt bittet eventuelle Zeugen, auffällige Beobachtungen im Zusammenhang mit einem Unbekannten im Bereich der Straße Am Gwendt im Ingolstädter Stadtteil Gerolfing unter der Telefonnummer 0841-93430 zu melden.

Zudem gibt die Kripo folgende Verhaltenstipps:
– Legen Sie am besten auf, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.
– Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110 an! Das machen nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste!
– Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an!
– Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
– Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen!
– Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei!
– Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen!
– Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie diese vor dem Vorgehen der Täter!
Weitere Informationen zum Thema Schockanruf bzw. Betrug über Messengerdienste finden Sie im Internet auf den Seiten der Präventionskampagnen „Leg auf!“ und „Lösch das!“.

Polizeipräsidium Oberbayern Nord

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